Bei der Geburt getrennt
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life through a lens


"wir müssen nicht nur über Sandmännchen und Goldbroiler reden." Christian PetzoldAuch erfreulich, wie die DDR mit wenigen Strichen und erfreulich wenig Requisiten erzeugt wird. Wie einem Theaterstück der spärlicher Requisiteneinsatz und Kostüme genügen, um einen Ort zu behaupten, verzichtet Petzold auf die in DDR-Filmen oftmals anzutreffende penetrante Fülle von Klischees: Spreewaldgurkengläsern, Honeckerportraits, "Neues Deutschland"-Ausgaben am Kiosk und Stasi-Schaufensterpuppen in schlammfarbenen Kunstlederjacken und dicken Hornbrillen.
"Barbara untersucht das Wesen menschlichen Vertrauens. Wie finden zwei Menschen zueinander, ohne einander vertrauen zu können? Wie verändern sich Beziehungen in einem Umfeld, in dem Misstrauen zum alltäglichen Überlebensmechanismus geworden ist? Ist persönliches Vertrauen die einzig wirksame Waffe gegen die strukturelle Gewalt des Misstrauens? Das sind Fragestellungen, die das Leben in der DDR geprägt haben, aber gleichzeitig weit über den historischen Kontext hinausweisen. Darüber denkt der Film scheinbar mäandernd, aber wohlstrukturiert in einem offenen Diskurs nach. Der Arztberuf, der so radikal wie kein anderer auf einem einseitigen Vertrauensverhältnis aufbaut, spielt hier eine ebenso starke Rolle wie die Stasi als institutionalisierte Form des Misstrauens oder die vorsichtig aufkeimende Liebe zwischen Barbara und Andre, die in der vergifteten Atmosphäre kaum Überlebenschancen hat." (Martin Schwickert in epd Film)
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