Freitag, März 16, 2012

Bei der Geburt getrennt

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Ostern


New Schokohasen Army

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Freitag, März 09, 2012

Barbara


Hervorragender Film, der zeigt, dass gutes Kino in Deutschland möglich ist: "Barbara" ist ein weiterer Film von Christian Petzold, in dessen Zentrum eine starke Frauenfigur steht. Barbara (Nina Hoss) ist Ärztin aus Berlin. In der DDR der frühen 80er Jahre wird sie von der Charité an ein Provinzkrankenhaus an der Ostsee strafversetzt, nachdem sie einen Ausreiseantrag gestellt hat. Jetzt plant sie mit ihrem Freund aus Düsseldorf ihre Flucht über die Ostsee.

So ist das Krankenhaus für sie nur Wartehalle, Durchgangsstation auf dem Weg in die Freiheit, raus aus dem ihr verhassten System. Im Krankenhaus begegnet sie dem engagierten Oberarzt Andre, den sie misstrauisch und abweisend auf Distanz hält und der tapsige Versuche unternimmt, sich ihr zu nähern. Beiden ist klar, dass er über ihre Geschichte informiert ist und an die Stasi berichten muss. Dennoch wächst Barbaras Anerkennung für Andres Professionalität, der aufgrund eines früheren Vorfalls ebenfalls an der Karriere gehindert wurde.




Anders als Barbara hat er sich mit den Bedingungen arrangiert, mit dem selbsteingerichteten Labor im Krankenhaus, dem Kräuterbeet im Garten, persönlichen Beziehungen, die es ihm ermöglichen, Barbara einen Klavierstimmer nach Hause zu schicken, damit sie in der ihr zugeteilten, bewusst schäbigen Wohnung wenigstens auf dem dort stehenden Klavier spielen kann. Während sie von alldem nur weg will, erkennt und anerkennt sie aber auch zunehmend, dass er dennoch seinen Anspruch an seine Verantwortung als Arzt, zu leben versucht und ohne großes Aufheben und ohne große Unterscheidung nach Freund und Feind, nachkommt. So setzt er sich nach Feierabend an das Krankenbett und führt Laborreihen am freien Wochenende durch und behandelt auch die krebskranke Frau des Barbara schikanierenden
Stasi-Offiziers.



Nur wenige Worten und Szenen genügen dem
von Christian Petzold zusammen mit seinem Lehrmeister Harun Farocki geschriebenen Drehbuch, um Beziehungen und die unmerklich sich in ihnen vornehmenden Verschiebungen anzudeuten: Während die von Barbara erhoffte Flucht näher rückt, wird sie mehr und mehr in die Arbeit und ihre Beziehung zum Oberarzt involviert. Wie sich auf persönlicher Ebene in der warmen Person Andres eine Alternative neben die erhoffte Freiheit an der Seite des Wessi-Geschäftsmannes schiebt - der in Ignoranz der Bedeutung des Arztberufes für ihr Selbstbild Barbara in Aussicht stellt, als seine Frau nicht mehr arbeiten zu müssen - wächst die Vision eines Lebens in echten, sorgenden menschlichen Beziehungen, während die Vorstellung von der Freiheit im Westen immer weniger greifbar wird.

Als Barbaras Partner mit einem Bekannten im Rahmen einer Geschäftsreise zu einem weiteren Besuch in die DDR kommt, trifft sie im Hotel auf ein junges Mädchen, das sein Bekannter aufgerissen hat. Sie hofft darauf, aus der DDR herausgeheiratet zu werden. Mit kindlichen Staunen über den Warenüberfluss blättert sie mit großen Augen in einem Warenkatalog die übervollen Seiten billigen Schmucks durch und zieht Barbara ins Vertrauen. Die blickt auf das Mädchen wie in einen Zerrspiegel. Spätestens jetzt ist klar: Barbara zweifelt an dem Traum vom goldenen Westen.

Durch eine sorgfältige Konstellation der wenigen Figuren gelingt es Petzold Barbaras wachsenden Zweifel als Konsequenz aus ihrer moralischen Verpflichtung gegenüber ihren hilfsbedürftigen Patienten und ihrer wachsenden Nähe zu Andre, der ihr in seinem Verantwortungsgefühl, Zweifel und der Anerkennung ihrer medizinischen Professionalität näher rückt, zu zeigen. Auch dies die große Klasse des Films: Petzold zeigt Situationen, an denen die Entwicklung ablesbar wird, anstatt die Figuren dies erklären zu lassen
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"wir müssen nicht nur über Sandmännchen und Goldbroiler reden." Christian Petzold
Auch erfreulich, wie die DDR mit wenigen Strichen und erfreulich wenig Requisiten erzeugt wird. Wie einem Theaterstück der spärlicher Requisiteneinsatz und Kostüme genügen, um einen Ort zu behaupten, verzichtet Petzold auf die in DDR-Filmen oftmals anzutreffende penetrante Fülle von Klischees: Spreewaldgurkengläsern, Honeckerportraits, "Neues Deutschland"-Ausgaben am Kiosk und Stasi-Schaufensterpuppen in schlammfarbenen Kunstlederjacken und dicken Hornbrillen.

In "Barbara" braucht es nur eine ruinöse Hausfassade, zwei Wartburg vor der Tür, Barbaras Hadern mit der verkokelten Steckdose und das Geräusch ihrer Schritte auf schlecht haftendem Linoleumboden im Flur, um die DDR glaubhaft zu machen.



So wird "Barbara" zu einem Film, der mit einer kleinen, nicht bis ins Letzte ausbuchstabierten Geschichte (dort, wo die deutende Erklärung des Leinwandgeschehens durch einen penetranten Soudntrack zu befürchten wäre, setzt Petzold auf dokumentarischen Realton) etwas über das Misstrauen und die Unmenschlichkeit des DDR-Systems erzählt und über die Sehnsucht des Menschen nach Nähe unter den Bedingungen des Misstrauens und der Bespitzelung.

"Barbara untersucht das Wesen menschlichen Vertrauens. Wie finden zwei Menschen zueinander, ohne einander vertrauen zu können? Wie verändern sich Beziehungen in einem Umfeld, in dem Misstrauen zum alltäglichen Überlebensmechanismus geworden ist? Ist persönliches Vertrauen die einzig wirksame Waffe gegen die strukturelle Gewalt des Misstrauens? Das sind Fragestellungen, die das Leben in der DDR geprägt haben, aber gleichzeitig weit über den historischen Kontext hinausweisen. Darüber denkt der Film scheinbar mäandernd, aber wohlstrukturiert in einem offenen Diskurs nach. Der Arztberuf, der so radikal wie kein anderer auf einem einseitigen Vertrauensverhältnis aufbaut, spielt hier eine ebenso starke Rolle wie die Stasi als institutionalisierte Form des Misstrauens oder die vorsichtig aufkeimende Liebe zwischen Barbara und Andre, die in der vergifteten Atmosphäre kaum Überlebenschancen hat." (Martin Schwickert in epd Film)

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Mittwoch, März 07, 2012

Oberhafenkantine

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Sonntag, März 04, 2012

Sonntag ist Kuchenzeit!

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Frieg mit Kranfreich!

Wie immer groß: Der LIVE Ticker von 11Freunde. Hier zum Deutschland/Frankreich-Spiel.

20:43 Uhr
»In genau 26 Sekunden«, sagt KMH, »kommentiert Bela Rethy das Spiel.« So fühlt es sich also an, wenn man noch 26 Sekunden zu leben hat.

17.
»Kroos will den Ball«, analysiert Rethy. »Und jetzt wissen Sie auch warum: Toreschießen ist nicht seine Stärke.« Ersetzen Sie in diesem Satz »Kroos« durch »Rethy«, »Ball« durch »Mikrofon« und »Toreschießen« durch »Kommentieren«, dann wissen Sie bescheid. Und wenn Sie dann auch noch »bescheid« durch »nichts« ersetzen, bekommen Sie den Integrations-Bambi.

22.
Und so sah Christian Wulff das Tor für Frankreich.




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Kidney Now!

In der Folge "Kidney now!" der Sitcom 30ROCK nötigt der Geschäftsführer des Fernsehsenders, der Liz Lemon's Live Comdyshow TGS produziert eine Gruppe Popmusiker dazu, einen Charity-Song aufzunehmen, um einen Nierenspender für seinen kurz vorher aufgetauchten leiblichen Vater zu finden - die Mutter aller Soap-Opera-Situationen.
So findet sich die erstaunliche Mischung von Cindy Lauper, Norah Jones, Mike D and Ad-Rock von den Beastie Boys, Mary J. Blige, Elvis Costello, Sheryl Crow, Steve Earle, Wyclef Jean und anderen zusammen, um im "We are the World" Stil das Publikum, um eine Niere anzuschmachten. Groß!

 

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Himmelblau

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Wochenende!

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Montag, Februar 27, 2012

Kotzen, Furzen, F***en

"Es ist nicht zu übersehen, dass die diesjährigen Oscar-Kandidaten vor allem eines verbindet: ihre Nostalgie. Ihre unverhohlene Feier einer Zeit, in der man in Hollywood nicht nur für die nächste Multiplex-Saison produzieren, sondern hin und wieder auch etwas erzählen wollte. (...)
Was sagt die Sehnsucht nach Vergangenem über die Industrie aus, die diese Filme produziert und nominiert? Wohl dass sie ihre eigene Gegenwart mit einer Mischung aus Selbsthass und Masochismus betrachtet. Am 26. Februar kommen im Kodak Theatre von Los Angeles in Smoking und Glitzer und Glamour die Vertreter einer Branche zusammen, die Idee und Imagination in den letzten Jahren nahezu vollständig durch Sequels und Remakes ersetzt hat. Und die ihr Geld heute im Wesentlichen durch debile romantische Komödien, Computerfantasy und Teeniefilme mit Kotz-, Furz- und Fickwitzen verdient."
Katja Nicodemus in der ZEIT

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Samstag, Februar 25, 2012

Fruit at the bottom, hope on the top

"Big Foot IS blurry - and that's extra scary to me because there's a large out-of-focus-monster roaming the country side."

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No Impact Man

What if we called it "The year I lost 20 pounds without going to the gmyn once", or "The year we didn't watch TV and became much better parents as a result" or  "The year we ate locally and seasonally and it ended up reveresing my wife's prediabetic condition"?

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Wochenende!



Girls go to dance! You get ready with your friends "Let's go to dance tonight... fuck guys! If guys come near us we taser them!" Dane Cook

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Dienstag, Februar 21, 2012

No country for old Ausdrücke

Verschiedene Zugfahrten zum Lesen genutzt. Also Cormack McCarthy ("No Country for old men") DIE STRASSE. Dabei nicht nur die, eine bestimmte Atmosphärische vermittelnde Sprache aufgefallen (Wenn Vater und Sohn Wasser schöpfen, um es zu trinken, ist es nicht bloß "Wasser", sondern mindestens "schwarzes Wasser" oder "totes Wasser"), die eine Stelle (S.80), an der es auf einmal für einen Moment einen Perspektivwechsel gibt und der Vater in ich-Form spricht/denkt. Sondern ich erfreue mich an Wörtern, die ich noch nie zuvor gehört habe und die dann gleich auf mehreren Seiten wiederholt werden, etwa "Gumpe".

Wer weiß, a) was eine Gumpe ist oder b) was das auf Englisch heißt? Oder "Spante" (S. 15: "Die Füße des Alten in ihren schwarzen Kinderschuhen gegen die Spanten gestemmt.")? So lernt man immer was dazu.

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