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Freitag, Januar 12, 2018
Freitag, August 04, 2017
Donnerstag, Mai 11, 2017
Donnerstag, Mai 04, 2017
Mittwoch, Mai 03, 2017
Sonntag, April 30, 2017
Mittwoch, November 09, 2016
Mittwoch, September 14, 2016
Samstag, Juli 09, 2016
F*** YOU, RTL!
Vor fünf Jahren wurden der Dänin Emma Holten Nacktfotos aus ihrem E-Mail-Postfach gestohlen und im Internet verbreitet. Jahrelang kämpfte sie dagegen. Jetzt verwendete der Kölner TV-Sender RTL die Bilder in einer RTL-Show.
So funktioniert Gossen-Presse: Unter dem Vorwand der Empörung über verletzte Sitten und Werte, auf deren Seite zu stehen diese Art von Medien sich und ihren Lesern und Zuschauern bescheinigt UND GLEICHZEITIG genau das, was Verurteilt wird detailreich zu beschreiben undzu bebildern. Ob der Fritzl-Kerker, sexuelle Handlungen und Bilder, Gewalt, Entgleisungen aller Art: Cool und zynisch nutzen Sender und Zeitungen den vorhersehbaren Effekt, dass die Biedermänner (und -frauen) sich gerne im Detail das anschauen, was sie vorgeblich Ablehnen: das Sexuelle, Abartige, Kriminelle. Es ist der Gänsehaut verursachende Schauwert des Verbotenen und Gefürchteten. Im vorliegenden Fall, über den der britische GUARDIAN berichtet, wurde Emma Holten Opfer von "revenge porn". Gemeint ist damit die Verbreitung von Fotos und Videos auf denen Menschen - zumeist Frauen - nackt oder bei sexuellen Handlungen zu sehen sind, gegen deren Willen.
Einige Zeit nach dem Vorfall entschloss sich Emma Holten zu dem Fotoprojekt "Consent",. Die Idee hinter den gemeinsam mit der Fotografin bei dem sie zusammen mit einer Fotografin Nacktfotos machte, um sich ihres Körpers wieder zu ermächtigen und sich und der Welt ihre Entscheidungsgewalt und Definitions- und Selbstbestimmungsmacht zu demonstrieren.
Holten erklärte, dass das Foto-Projekt, keine Lösung für ihr Problem sei, berichtet die WELT. Aber: "Die Zustimmung ist der Schlüssel. Jetzt ist es wieder meine Geschichte und nicht mehr die eines Idioten, der meine E-Mails gehackt hat."
Gleichwohl endet die jahrmarktorientierte Ausbeutung des Schauwerts nackter Haut nicht: So berichtet der britische GUARDIAN, dass der Kölner TV-Sender RTL einen "Bericht" über Emma Holton und ihr Foto-Projekt offensichtlich als Vehikel und Vorwand nutzte, um die unrechtmäßig verbreiteten Nacktfotos von ihr nochmal zu zeigen.
Emma Holten berichtet, dass es in dem RTL-Beitrag 30 Sekunden um ihr "Consent"-Fotoprojekt gegangen sei - allerdings Minuten auf die unrechtmäßig verbreiteten Nacktbilder verwendet wurden, die in dem Beitrag auch gezeigt wurden.
Hornhaut auf der Seele: Was erlaube Schäferkordt? "Zietlow" mit Z, wie "Zynismus"
Besonders zynisch ist, der süffisant verharmlosende Ton und Kontext, in den dieser Fall gestellt wird: RTL zeigte die Aufnahmen in der Sendung "Die zehn pikantesten Geschichten der Welt". Schon angesichts des klebrigen Herrensitzungs-Tons will man nur im Doppelstrahl kotzen.
“Ich konnte nicht glauben, was ich sah", sagt Holton dem GUARDIAN. "Ich fühlte mich zum wiederholten Mal missbraucht. Es scheint als hätten sie es benutzt und gehofft, ich würde es nicht herausfinden", so Holton.
Nachdem sie mehrfach versucht hatte, RTL über Mail, Twitter und Facebook zu kontaktieren, meldete sich ein Sprecher des Kölner TV-Senders bei ihr. Die Verwendung der Bilder beruhe auf einem Sprachproblem auf "miscommunication”.
Solche Fälle sind aber eben keine Ausnahme, sondern die Regel. Sie sind Teil des redaktionellen Modells, mittels derer RTL und andere Sender, BILD und andere Blätter ihr Publikum und dessen Lust nach zirzensischen Attraktionen und Grusel befriedigen.
Dass dabei immer auch reale Menschen benutzt werden, deren "Geschichte" als Vehikel, Anlass und Material benutzt wird, interessiert nicht. Neben dem systematischen Zynismus fragt man sich, wie es um den individuellen Zynismus der beteiligten Personen, der Redakteure, Kameraleute, TV-Editoren usw. bestellt ist. Wie stellen sich insbesondere die weiblichen Mitarbeiter dieses Apparates dazu? Was erlaube Zietlow? Wie abgefuckt muss RTL-Chefin Anke Schäferkordt, so etwas zu verantworten? Wieviel Hornhaut braucht es auf der Seele und der eigenen Intelligenz, wie sehr muss man - als Frau, als Vater oder Mutter und ganz allgemein als Mensch - wegrationalisieren, was hier systematisch gemacht wird?
Laut GUARDIAN erklärte RTL auf Anfrage: “We featured Emma Holten live in one of our TV magazines back in February 2015. Already at that time she had gone public with her story, sharing her experience with both the audience and us. We presented her as a strong independent woman who knows how to defend herself. The failure to inform her in advance about revisiting her story in Die 10 [The 10] was clearly an oversight on our part, as was the visuals used in the report, including so-called revenge pics.”
Der/die Sprecher/in von RTL erklärte, der Sender habe sich in einer E-Mail bei Emma Holten entschuldigt.
Sonntag, Januar 31, 2016
Politische Bildsprache: Warum Hillary Clintons Wahlvideos knallen
Die Hillary-Kampagne macht einfach richtig, richtig, richtig gute Videos.
Es sind emotional packende Geschichten, unterlegt mit bewegenden Bildern, sehr guter Musik (emotional, uplifting" würden die Schlagworte in einer Sounddatenbank wohl heißen) und tadellosem Schnitt.
Wenn man sich dagegen das Key-Video des konservativen Kandidaten Ted Cruz anschaut, wirkt das vergleichsweise aus der Dose: beliebige Wort-Stanzen ("It's time for truth...a time to rise to the challenge just as Americans have always done..I believe in America and her people..") unterlegt mit der passenden Bildsprache: Eine kleine Kirche, Rocker auf Choppern, die durch eine Sonneuntergangsdurchflutete Canyon-Landschaft brettern, ein kleiner Junge beim Abschlag im Baseball. Die Botschaft: America is America is America, because Americans always america in America.
Da stellt sich Jeb Bush besser an: Bewegende (Erfolgs-)Geschichten von unterschiedlich benachteiligten, ehtnisch diversen Männern und Frauen stellen Bush als Anwalt der kleinen Leuten, der Benachteiligten dar. Zwischeneinstellungen lassen Bush differenzierter über seine politischen Werte und Ziele sprechen. Eine starke Botschaft.
Wenn man sich dagegen das Key-Video des konservativen Kandidaten Ted Cruz anschaut, wirkt das vergleichsweise aus der Dose: beliebige Wort-Stanzen ("It's time for truth...a time to rise to the challenge just as Americans have always done..I believe in America and her people..") unterlegt mit der passenden Bildsprache: Eine kleine Kirche, Rocker auf Choppern, die durch eine Sonneuntergangsdurchflutete Canyon-Landschaft brettern, ein kleiner Junge beim Abschlag im Baseball. Die Botschaft: America is America is America, because Americans always america in America.
Da stellt sich Jeb Bush besser an: Bewegende (Erfolgs-)Geschichten von unterschiedlich benachteiligten, ehtnisch diversen Männern und Frauen stellen Bush als Anwalt der kleinen Leuten, der Benachteiligten dar. Zwischeneinstellungen lassen Bush differenzierter über seine politischen Werte und Ziele sprechen. Eine starke Botschaft.
Donnerstag, Juni 11, 2015
Sonntag, März 22, 2015
In der Jauchgrube
"Eine der überschätztesten Personen in Deutschland" Jens Bergmann, geschäftsführender Redakteur bei BRAND EINS sagt selbstverständliche Dinge über Günther Jauch (und die Mechanik medial vermittelter Öffentlichkeit in Deutschland).
Dienstag, Dezember 16, 2014
Freitag, Oktober 24, 2014
No Photoshop
Sonntag, September 21, 2014
Freitag, Mai 23, 2014
Sonntag, Mai 04, 2014
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