Montag, Februar 07, 2011

Kokowääh

Til Schweiger und die Süddeutschen Zeitung - Geschichte einer Freundschaft:

"leider sieht der Film über weite Strecken aus wie ein Werbespot für Joghurt, Bausparen oder Kaffee-Pads: Menschen bewerfen sich im Gegenlicht mit Daunenfedern, laufen auf einer sonnigen Wiese hintereinander her, oder sitzen lachend mit einem Laptop auf dem Sofa. Aber wer einem Gelegenheits-Fotomodell vorwirft, dass seine Filme bloß eine Aneinanderreihung von Posen sind, die von einer vorhersehbaren Story notdürftig zusammengehalten werden - der hat eben keine Phantasie. [...] Ist Til Schweiger also 'der neue Lubitsch des Berlin 2011', wie die Bild-Zeitung behauptete? Da sieht man, wie eine Welt ohne Kritiker aussehen würde: Rinderwahnsinn." (SZ)

Samstag, Februar 05, 2011

Supernova Ruhrgebiet

Das Beste am Spiel Schalke vs Dortmund: Mal wieder der 11Freunde Live Ticker: "Dortmund hat sich nun etwas wund gerieben, wie ein Pornostar auf Überstunden."

Mittwoch, Januar 12, 2011

Propriozeptive Wahrnehmung

"Ich würde ja gern weiterbeten, aber wird mir schlecht dabei, ein Gefühl des Kotzens."
F.J. Wagner erläutert seine Empfindungen angesichts des Futtermittelskandals.

Mittwoch, Januar 05, 2011

It’s time to play the music...

Alles wird gut. Die erste Staffel der MUPPET Show ist auf DVD erhältlich.

Mittwoch, Dezember 29, 2010

Brief an Deutschland

Heute Morgen im Zug in Franz Josef Wagners "Brief an Deutschland" gelesen, das keine Sammlung seiner schönsten Briefe ist ("Sie sind der erste Papst, der seinen Blick auf die Automaten in den Autobahnraststätten lenkt."), sondern eine Autobiographie im assoziativen Stil seiner Briefe.

"Ich habe zwei Fotos von meiner Mutter, sie sind bräunlich verfärbt. Wenn Fotos sterben, werden sie braun."

Classic Wagner Madness.

Wie eine Boulevard-Version von Forrest Gump spiegelt sich in Wagners Biographie Geschichte: Er sitzt im Flore in Paris neben Sartre, der ihm empfiehlt anstatt über Gagarin über Möbelpacker zu schreiben, zieht mit Andreas Baader um die Häuser und legt dem jungen Boris Becker eine BILD-Beichte in den Mund. Er berichtet von seiner ersten Schreibmaschine.

"Der Kollege, dern den Veranstaltungskalender bearbeitet, schreibt das langsamste Tak, Tak, Tak. Er hat nur ein paar Verben zur Verfügung: "...findet statt", "...treten auf", "...kommt zur Aufführung". Er ist das ärmste Schwein der Redaktion. Er zergrübelt sich den Kopf, ein schöneres Wort für "...findet statt" zu finden."

Großes Tennis.

Dienstag, Dezember 28, 2010

A very zombie Holiday



Trash Humpers

"Als ich noch ein Kind war, gab es in unserer Nachbarschaft eine Gruppe von Rentnern, die in den Hintergassen und unter Brücken rumhingen und sich ständig betranken und tanzten. Eines Nachts sah ich aus meinem Schlafzimmerfenster, wie einige von ihnen Mülltonnen fickten und dabei lachten. Es klang, als ob sie in einer fremden,erfundenen Sprache sprächen. Dies ist ein Film über sie.“


„Sometimes it's nice just to destroy shit.” Harmony Korine, Enfant terrible des US-Kinos und unter anderem Drehbuchautor von KIDS und KEN PARK, liefert mit TRASH HUMPERS eine ebenso verstörende wie abstoßend-komische Attacke auf bürgerliche Moral und gängige Sehgewohnheiten, irgendwo zwischen David Lynch und JACKASS – gedreht auf VHS.
Das Kölner Film-Label Rapid Eye Movies veröffentlicht  am 25. Februar 2011 TRASH HUMPERS auf DVD. Neben der DVD wird TRASH HUMPERS auch in streng limitierter Auflage auf von Harmony Korine persönlich individuell gestalteten VHS-Kassetten exklusiv über unsere Homepage www.rapideyemovies.de zu beziehen sein.
Vorab wird der Film auf eine kleine Screening-Tour durch mehrere deutsche Städte gehen, Spieltermine auf www.rapideyemovies.de/film/trash-humpers.

Sonntag, Dezember 19, 2010

Wochenende!

Samstag, Dezember 18, 2010

Das letzte Hemd - Warum 60 Cent Gewinn sich für H&M immer noch lohnen

Gestern in der ZEIT einen interessanten Artikel über die Frage gelesen, wie H&M es schafft, T-Shirts für 4,95 Euro zu verkaufen und dennoch daran etwas zu verdienen. Nicht nur ist der dargestellte Sachverhalt zu gleichen Teilen interessant wie bestürzend; vor allem finden sich in dem Artikel im Grunde verschiedene "Kapitel", die jeweils mit beispielhaften Feature-Einstiegen beginnen: Erst wird die Produktion der Baumwolle in Amerika am Beispiel eines Farmers dargestellt, dann die Verarbeitung in einer Näherei in Bangladesh am Beispiel einer 19Jährigen Näherin, schließlich der Transport von Bangladesh nach Deutschland am Beispiel eines Kranführers.

Jedes dieser Kapitel beginnt mit einem atmosphärisch dichten Einstieg:

"Am Anfang musste er seinen Kopf besiegen. Mohammed Ezasli stand auf dem Kran, er sollte in das Führerhaus steigen, es war nur ein halber Meter. Er sah vor sich den Himmel über der Straße von Malakka, er sah das Meer und das Schiff, das von hier oben nicht mehr so groß erschien. Er wusste, dass nichts geschehen konnte, dass da ein Eisenrost auf dem Boden des Führerhäuschens war, aber den Eisenrost sah er nicht. Er sah nur 50 Meter Leere und darunter den Asphalt der Kaianlage. Sein Herz schlug, Mohammed Ezasli hatte Angst. Dann schloss er die Augen und trat nach vorn.
Mit diesem Schritt begann Mohammed Ezaslis Leben als Mitarbeiter Nummer 112 dieses Hafens an der Südspitze von Malaysia. Es ist ein seltsamer Hafen, erbaut vor wenigen Jahren, fern jeder Stadt, errichtet auf jungem, dem Meer abgerungenem Land, um Schiffe von Reedern anzulocken, denen der Hafen von Singapur zu eng und zu teuer ist.
" (DIE ZEIT, Autor: Wolfgang Uchatius)

Einfach juut.

Backdoor

"Sie sieht aus wie eine kluge Frau, die damit leben muss, dass gerade ihr Hintern gefilmt wird." Tobias Kniebe in der Süddeutschen Zeitung über Angelina Jolie in THE TOURIST