Donnerstag, November 28, 2013

Kleinere Übel

"Ich glaube übrigens, ich wäre, wenn ich mich entscheiden müsste, viel lieber Prostituierter als Leichenwäscher oder Proktologe." 
Harald Martenstein

Yes Men

via TITANIC

Authentisch wie ein Schlager

In der ZEIT beschreibt Moritz von Uslar in einem nicht immer haarscharf an der Verächtlichmachung und Überheblichkeit entlangschrammenden Artikel eine Begegnung mit der Radio- und Fernsehjournalistin Christine Westermann, bekannt aus der Erfolgsserie "Zimmer frei". Im Radio empfiehlt sie Bücher und hat sich, kaum bemerkt, zur Nachfolgerin Elke Heidenreichs entwickelt: Einer Literaturratgeberin, die mit ihren Empfehlungen die Absatzzahlen des Buchmarktes steuern kann oder wie ihr Verleger Helge Malchow, Chef von Kiepenheuer & Witsch es formuliert: "Wenn sie mal schwärmt, dann kann man nichts mehr festhalten, dann wird nur noch verkauft."

Rigide

In der Süddeutschen Zeitung kommentiert Heribert Prantl den Koalitionsvertrag: "Bisher war nicht bekannt, dass Ex-Innenminister Otto Schily auf Seiten der SPD an den Koalitionsverhandlungen beteiligt war. Wer den innen- und rechtspolitischen Teil des Koalitionspapiers liest, wird den Eindruck nicht los, dass das so gewesen sein muss: Dieser Teil ist partiell von einer so konservativen Rigidität, dass einem beim Lesen die Sehnsucht nach einer FDP anfällt - die es verhindert hätte, dass nun in den Zeiten von NSA allen Ernstes wieder eine üppige Vorratsdatenspeicherung eingeführt werden soll, die sich um die Vorgaben des Verfassungsgerichts wenig schert." 

Montag, November 25, 2013

Problematur

"Die Frage ist, ob wir eine Regierung überhaupt brauchen. Man sieht gerade: Es läuft auch so. Im Grunde hat Deutschland ein neues politisches System. Es besteht darin, dass man Probleme nicht mehr löst, sondern sich entwickeln lässt, bis sie sich von selbst erledigen." Axel Hacke

Knabenführer

Wird unsere Kultur gerade einem drastischen Reinigungsprozess unterzogen, bei dem alte Genusstechniken wie Rauchen und Alkoholtrinken unter Generalverdacht gestellt werden und einem neuen Puritanismus weichen, dessen Ideale Fitness, Sport und Gesundheit sind? Jedenfalls deuten entgiftete Lebensmittel wie Butter ohne Fett, Bier ohne Alkohol und Kaffee ohne Koffein darauf hin. Sie suggerieren, dass so etwas wie Genuss ohne Reue möglich wäre.

Im SZ Magazin stellt Paul-Philipp Hansk die oben paraphrasierte Beobachtung im Zusammenhang mit dem Impreativ zur Körpervollenthaarung.

Vor diesem Hintergrund ergibt die Enthaarung als Teil einer reinlichkeitsorientierten Sexualpraxis Sinn, die eben alles außer Kontrollverlust oder rohe Natur ist, sondern das Gegenteil: »Sex ohne Körper« – oder genauer: Sex, dessen Ideal der unschuldige Körper ist. Ergo wird rasiert, bis die Leiber wieder aussehen wie Kinderkörper.

Borros








Mittwoch, November 13, 2013

Journalisten!

"Was haben wir in den letzten Tagen nicht Schreckliches von Euch über die Folgen des Taifuns Haiyan auf den Philippinen erfahren müssen: Da ist von "Verwüstungen apokalyptischen Ausmaßes" (Ruhr Nachrichten) die Rede, "Überlebende berichten von apokalyptischen Zuständen" ("Spon"), und selbst "ein UN-Vertreter schilderte apokalyptische Szenen" (Berliner Zeitung). Zusammengefaßt also: "Die Apokalypse könnte kaum schlimmer sein" (Bild) – oder auf den Punkt gebracht: "Apocalypse Now" (N24). Und alles nur infolge der internationalen Bemühungen um die Eindämmung der Erderwärmung, "weil sich die Protagonisten in apokalyptische Reiter verwandelt haben" (FAZ). Wobei uns jetzt etwas ganz anderes beschäftigt, nämlich die Frage, ab welchem Zeitpunkt eigentlich die Offenbarung des Johannes und die Werke Roland Emmerichs Pflichtlektüre im Journalistikstudium geworden sind?
Kawumm! Titanic"

Schach!

Beantwortung der Frage: Was ist für einen Inder maximal exotisch? Quelle: Liveticker zur Schach-WM
"Titelverteidiger ist der Inder Viswanathan Anand. Der 43-Jährige mit dem Spitznamen "Tiger von Madras" hat den Titel seit 2007 inne und ist damit der 15. Schach-Weltmeister. Anand verteidigte den Titel 2008 in Bonn, 2010 in Sofia und 2012 in Moskau erfolgreich. Seine Vorbereitung absolvierte der Inder wie gewohnt in Bad Soden/Taunus, wo er auch ein Haus besitzt"

Sonntag, November 10, 2013

Asadake - Das etwas andere Familienfoto

Im aktuellen Magazin der Süddeutschen Zeitung ist eine schöne Fotostrecke des Japaners Masashi Asada. Der fotografiert sich, seinen Bruder und seine Eltern in wunderschön inszenierten Bildern, sei es als Feuerwehrtruppe, Personal einer Großküche oder als Rockband. Die Bilder sind als Bildband ASADAKE zu erhalten.