Mittwoch, August 24, 2016

User Generated Terror - PR Beratung für Al Quaida

"Was macht Marken aus? WERTE! Warum soll ich zum IS..? Was wollen junge Männer um die 20..? Morden und Ficken! Und DAS ist der IS. Beim IS kann jeder der Star werden! Crowd Generated Terrormit maximaler Engagement Rate. Beispiel: Würzburg. Das komm komplett aus der Community!"


Dienstag, August 23, 2016

Köln. Sommer.


Montag, August 22, 2016

Immun gegen Radikalismus: Akzeptanz und Annahme der eigenen Person, befreite Sexualität

Im Magazin ANDRUCK stellte der Deutschlandfunk unlängst das Buch "Das Mädchen und der Gotteskrieger" der in Berlin-Neukölln aufgewachsene Autorin und Journalistin Güner Yasemin Balci vor. In dem Buch erzählt Balci basierend auf recherchierten Fakten die fiktive Geschichte der 16jährigen Nimet, die - zunächst allein, dann angeleitet durch gezielte Ansprache von IS-Agenten - langsam beginnt sich zu radikalisieren.

Eine Jugendliche in einer Identitätskrise, die nicht zuletzt auch durch die kulturellen Brüche befeuert wird und sich auch um Praktiken und Fragen der Religion und religiöser Kultur dreht.

"Nimet ist so ein klassisches Beispiel für eine Generation von Einwandererkindern, die so eine Identitätskrise leben, die ihnen noch gar nicht so bewusst ist", erklärt Balci. "Auch wenn Nimet sich schminkt, mit offenen Haaren herumläuft, sich mit ihrer Freundin trifft, dann ist doch relativ klar, dass die Eltern es nicht vorgesehen haben, dass sie jetzt ein völlig emanzipiertes Leben lebt. In der Erziehung schwang schon immer mit, dass sie Jungfrau bleibt bis zur Ehe, dass sie jetzt nicht sofort einen deutschen Freund hat, dass das alles nicht so ganz easy ist. Das ist schon mal etwas, was das Leben dieser Mädchen hier sehr erschwert. Das unterscheidet sie schon immer von den andern."
Für Ralph Gerstenberg, der das Buch "Das Mädchen und  der Gotteskrieger" für den Deutschlandfunk gelesen hat, zeigt Autorin Balci "auf nachvollziehbare Weise, wie Nimet in dem Gefühl, endlich ihre wahre Bestimmung gefunden zu haben, sich mehr und mehr von ihrer Familie und ihren Freunden entfernt und den IS Kämpfer Saed, mit dem sie zunächst über Whatsapp kommuniziert hatte, an die syrisch-türkische Grenze folgt.

Eine Beobachtung Balcis deckt sich mit der Analyse des arabisch-israelischen Psychologen Mahoud, der in Projekten versucht, muslimischen Jugendlichen ein alternatives Geschlechtsrollenverständnis jenseits der Patriarchalischen Tradition zu vermitteln versucht. In der die Ehre der Familie nicht von der Jungfräulichkeit der Schwester oder Tochter abhängt, in der Gleichberechtigung ein Zeichen von Reife und Stärke des Mannes ist. In der alternative Lebensformen nicht als Bedrohug empfunden werden. Der Schlüssel für beide: Eine befreite Sexualität.

"Ich glaube, wenn diese Mädchen eine befreitere Sexualität erfahren würden, könnten die gar nicht mehr empfänglich sein für diesen Mist", betont Autorin Güner Yasemin Balci. "Also dafür, dass da ein Mann irgendwo in der Walachei sitzt, andere Menschen umbringt und behauptet: Du bist dann die Königin an meiner Seite, weil du bist rein und einzigartig, du bist meine Jungfrau. Also das könnte gar nicht mehr funktionieren, wenn diese Mädchen und auch die jungen Männer einen gesunden Umgang mit Sexualität erlernen würden." 

Trump = Kardashian = Entertainment

Siege in Umfragen sind keine Wahlsiege. In der Huffington Post warnt Michael Rosenblum davor, Hillary Clintons Dominanz in den Umfragen für einen Beleg eines sicheren Wahlsiegs im November zu halten. Es ist eine Sache, in Umfragen vorne zu liegen und eine ganz andere, Wahlen zu gewinnen. 

Rosenblum weist auf ein schlichtes Phänomen hin: Menschen lügen, um sich der (vermuteten) Erwartungshaltung eines Beobachters anzupassen. Wenn sie befragt werden haben Menschen das Gefühl beobachtet zu werden, haben Angst, dass ihre Antwort zurückverfolgt werden könnte und die strenge "Mama Mainstream" dann sie zur Rechenschaft ziehen könnte, weil sie nicht geantwortet haben, "wie es sich gehört."
"They will not say Donald Trump. It is too embarrassing. But the truth is, they like Trump. He is just like their favorite shows on TV. Mindless entertainment. Trump’s replacement of Paul Manafort with Breitbart’s Steve Bannon shows that Trump understands how Americans actually think. They think TV. They think ratings. They think entertainment."
Rosenblum diagnostiziert die USA als "TV-Nation". Die Italiener, so Rosenblum, mögen Oper, die Franzosen Essen und die USA eben Fernsehen - und im Fernsehen am liebsten Trash TV, die Freakshows, die stumpfsinnige Unterhaltung.

In den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts, so Rosenblum, sei das Fernsehen als "stille Fliege an der Wand" mit einigen Einschränkungen zugelassen worden, um dem politischen Prozess zu beobachten und zu berichten, was vor sich geht. Heute dagegen, IST das Fernsehen der Prozess, so Rosenblum.

"Today, political conventions are nothing but carefully directed
TV shows. Likewise “debates.” They exist only to entertain a TV audience. TV and entertainment now dictate everything political. It is a never-ending show. The biggest reality show on air.

And Donald Trump is great TV.
He knows how to entertain.
He understands ratings.
Hillary Clinton is crap TV.
She may be smarter, better prepared, a better politician. It won’t matter. She is terrible entertainment.
That’s just how it is. Depressing, but true. 
He is Kim Kardashian. She is Judy Woodruff.
Who gets better ratings?
Who would you rather watch for the next four years?"

Sonntag, August 21, 2016

Nr. 44

Als ich die Rede von US-Präsident Barack Obama bei der Trauerveranstaltung für die ermordeten Polizisten in Dallas sehe, wundere ich mich einmal mehr über das Rätsel und Wunder, dass die USA, nachdem sie zweimal George W. Bush wählten, zweimal diesen hoch intelligenten afro-amerikanischen Juristen zu ihrem Präsidenten machten.



Sicher, es waren immer knappe Siege. Aber es ist dennoch bewegend, diesen nachdenklichen Philosophen, der in nahezu allen Reden den roten Faden seines Glaubens an den demokratischen Prozess verfolgt, zuzuhören. Wie er ausdauernd die Idee eines engagierten und friedlichen Diskurs und Wettbewerbs politischer Ideen vorträgt, der Gegner und Konkurrenten kennt, aber keine Feinde. 

Der vor dem Hintergrund der Tatsache wiederholter grausamer Verbrechen, Attentate und der in Mediennetzwerken, Fernsehsendern, Radio-Shows, in den Verlautbarungen auf Veranstaltungen verstärkten hasserfüllten, ekstatischen Huldigungen der Aggression weiterhin dafür wirbt, die Hoffnung nicht aufzugeben, die Schultern nicht hängen zu lassen, sondern sich zu engagieren.


Ein großartiger Präsident, ein tiefer Denker und ein überragender Redner.

Es ist allerdings eine Mutprobe, die beklemmende Peinlichkeit zu ertragen, wie George W Bush seinem unbedarft-kindlichem Gemüt folgend, bei "Battle Hymn of the Republic" mit ihrem "Glory Hallelujah" mit sonnigem Strahlen auf dem Gesicht zu schunkeln beginnt (ab 1 Std. 50).

Er meint es nicht böse. Er freut sich einfach. Unfassbar, dass die größte Militärmacht der Welt dieses Sonnenscheinchen (mit Darth Cheney im Nacken, versteht sich) ins Oval Office setzte.


Vokabelliste


"America's Rejection of the Politics of Barack Obama"

portentous: unheilvoll, unheilverkündendvertiginous: schwindelerregend
insurgency: Aufruhr

But the two most dramatic and portentous campaigns of the year, Donald Trump’s vertiginous win and Bernie Sanders’s astonishing insurgency, both flew in the face of the Obama era’s premises.

redemptive: erlösend
"The Obama style had two pillars. He brought to apotheosis the American political tradition of redemptive constitutionalism."

pronounce: verkünden, ankündigen, erklären, aussprechen
"In one respect, Obama’s victory and inauguration unavoidably embodied a version of this idea: a black man speaking the constitutionally prescribed oath, as Lincoln had done, and invoking the Declaration of Independence, not to promise equality but to pronounce it."

deferential: ehrerbietig
"The Obama administration has been intensely deferential to the expertise of conventional authorities"

repudiate: ablehnen, verwerfen, zurückweisen
"a political rebellion against the Trans-Pacific Partnership drove even Hillary Clinton to repudiate it while campaigning."

insurgent: aufrührerisch
"The insurgent campaigns have insisted, in very different ways, that distributive conflicts remain inevitable in politics."

coalesce: verschmelzen
"At the same time, activists on the left and, especially, young people mobilized by police violence against black men coalesced in new movements."

upper echelon: Führungsetage
"a vast share of new growth in recent decades has gone to a tiny upper echelon of high-earners and to the already wealthy."

entangled: verwickelt, verwoben 
pregnant: bedeutungvoll
"It is the misfortune of the present to face these two prospects entangled in a single pregnant moment."

Mittwoch, August 17, 2016

Stuhl


Twitter


The Donald Trump Shit Show: End Game


Donald Trump hatte nie vor, Präsident zu werden, so die These von US-Dokumentarfilmer Michael Moore. Was als Publicity Stunt begann, um seinen Medien-Wert und seine Verhandlungsposition als TV-Marke zu steigern wurde unvorhergesehenermaßen eine Lawine. So begeistert Trump war, so bedrückend wurde gleichzeitig die Vision, am Ende vielleicht wirklich diesen langweiligen Job im öden Washington machen zu müssen (Sad!).
"Trump fell in love with himself all over again, and he soon forgot his mission to get a good deal for a TV show. A TV show? Are you kldding – that’s for losers like Chris Harrison, whoever that is (host of “The Bachelorette”). He was no longer king of the dealmakers — he was King of the World! His tiniest musings would be discussed and dissected everywhere by everybody for days, weeks, months! THAT never happened on “The Apprentice”! Host a TV show? He was the star of EVERY TV SHOW — and, soon, winning nearly every primary!And then (...) it finally dawned on him… that “Oh shit!” revelation: “I’m actually going to be the Republican nominee — and my rich beautiful life is f#*@ing over!” (...) It was no longer going to be performance art. He was going to have to go to work."
Moore vermutet, dass Trump versuchte hat durch seine unfassbaren Bemerkungen sich selbst aus dem Rennen zu kegeln (okay?). Und nachdem dies nicht gelungen ist, so Moore weiter, damit er dazu gezwungen werde, für einen anderen republikanischen Kandidaten Platz zu machen, oder, wenn er verliert, es irgendwem anders in die Schuhe schieben zu können. Denn eines werde dieser Mann niemals akzeptieren: in der Wahlnacht als Verlierer festgestellt zu werden.
"Many now are sensing the end game here because they know Trump seriously doesn’t want to do the actual job — and, most importantly, he cannot and WILL NOT suffer through being officially and legally declared a loser — LOSER! — on the night of November 8th. Trust me, I’ve met the guy. Spent an afternoon with him. He would rather invite the Clintons AND the Obamas to his next wedding than have that scarlet letter (“L”) branded on his forehead seconds after the last polls have closed on that night, the evening of the final episode of the permanently cancelled Donald Trump Shit-Show."


Making sure that Trump loses

Nachdem US-Dokumentarfilmer Michael Moore in einem elaborierten Artikel dargelegt hat, warum Trump gewinnen wird, hat er nun, wie angekündigt, ein Stück veröffentlicht, in dem er beschreibt, wie dieses Horrorszenarion noch verhindert werden könnte. Ein Schlüssel: Das Hillary-Lager solle nicht zu früh feiern, sondern alle Kraft daran setzen, Menschen an die Urne zu bringen. Denn am Ende zählen nicht Umfrage-Werte, sondern abgegebene Stimmen.
"This election is ONLY about who gets who out to vote, who’s got the most rabid supporters, the kind of candidate who inspires people to get out of bed at 5am on Election Day because a Wall needs to built! Muslims are killing us! Women are taking over! USA! USA! Make My Penis Great Again! Hillary is the Devil! America First! Fetus First! First in Line at the Polls!"