Mittwoch, Dezember 21, 2011

Montag, Dezember 19, 2011

Unser täglich Wagner

Franz Josef Wagner bringt es auf den Punkt:
"Weihnachten ohne eine Ansprache des Bundespräsidenten kann auch ganz schön sein."

Pick your hedgehog

Der mediokre Präsident

Heute ein vernichtender Kommentar in der NZZ zum niedersächsichen  Sparbrötchen:

"der Staatschef [hat sich] mit dieser Affäre endgültig als der mediokre Präsident erwiesen [...], den viele von Anfang an in ihm gesehen hatten.
Dass Wulff allerdings so ganz und gar keinen Drang nach Intellektualität zu verspüren scheint, ist doch enttäuschend. Wenn er einmal, wie etwa beim Thema der Integration, einen Vorstoss wagt, wirkt er unsicher und sichert sich derart geflissentlich ab, dass am Schluss alle das Gefühl haben, er stehe auf ihrer Seite. Er reist viel und nimmt seine Repräsentationspflichten gewissenhaft wahr, und da er das gut macht und die Gattin an seiner Seite milde hausbackenen Glamour ausstrahlt, ist er beliebt geworden. Doch zu den wichtigen Themen – zum Sparen, zum Euro – hat Wulff nichts zu sagen. Stattdessen zeigen sich nun die trivialeren Seiten seines Wesens, vor allem der Drang nach Förmlichkeit, Kontakten zur Geschäftswelt und ehrenvollem Zeremoniell."

Die zwei von der Tankstelle

Walter Giller und Kim Jong Il - zwei große Komiker haben die Welt verlassen.

Aus gegebenem Anlass: 

Sonntag, Dezember 18, 2011

Unsäglich albern

"in Syrien und Ägypten, wo sich die Demonstranten der moralischen Unterstützung der USA erfreuen, während sich die entsprechenden Regierungen mit der schnöden militärischen zufriedengeben müssen. Das führt dazu, dass auf die von den USA gelobten Demonstranten in Syrien und Ägypten mit von den USA gefertigten Waffen geschossen wird. Hier entfaltet der Ausdruck »anfeuern« seinen ganzen Doppelsinn. [...]
Zur Ermordung Gadhafis hatte die Bild-Zeitung ja schon früher aufgerufen. Beim Spiegel feierte man wenigstens posthume Sternstunden der Kühlhaus-Fotografie und baute seine Reporter im Zwischenlager Gadhafis neben dessen Leiche auf, stolz wie Großwildjäger und zum Kotzen wie die."

Willemsens Jahreszeiten-Rückblick im ZEIT-Magazin.

Wochenende!

Samstag, Dezember 17, 2011

Anatomie der Talkshow

In der letzten Ausgabe der ZEIT findet sich ein schön geschriebener Artikel des Theaterkritikers Peter Kümmel, der sich alle Talkshows der ARD in einer Woche live angesehen hat.

"Man ahnt, das Manuela Schwesig schon viele Talkshows gesehen haben muss; sie weiß, wie man Applaus erzeugt. (...) Für Politiker aber ist es wichtig, sich mindestens zwei Mal pro Sendung einen Szenenapplaus zu sichern und das müssen sie so hinkriegen, dass niemand ihnen vorwerfen kann, sie handelten im eigenen Interesse. (...)
Sie warten auf eine Bemerkung, sie es ihnen ermöglicht, grundsätzlich zu werden und schrauben sich dann in eine feurige Empörung hinein ("da müssen alle parteipolitischen Spielchen ein Ende haben"), die sich so lange steigert, bis die Zuschauer erfassen, dass dieses Feuer mit anderen Mitteln nicht zu stoppen ist: Sie löschen es also mit Applaus.
Guido Westerwelle (...) zeigte sich stehts als ein Meister dieser Applausgenerierung, er hatte in jeder Talkshow einen Moment, in dem höchste Selbstverleugnung (es geht hier nicht um mich!) und äußerster Selbstgenuss (wer, wenn nicht ich, könnte es so klar sagen!) ineinanderfielen."

Freitag, Dezember 16, 2011

Balance

"Mir tut die FDP leid, sie latscht von einer Scheiße in die andere." F.J. Wagner