Sonntag, Februar 05, 2012

Backen macht Freude

Dienstag, Januar 31, 2012

Derselbe Planet, zwei Welten

Vorgestern in den Nachrichten im Deutschlandfunk:


Ischinger warnt vor Krieg mit Iran/Panetta: Teheran braucht ein Jahr für Atombombe
Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Ischinger, warnt davor, den Iran zu unterschätzen. Er sagte der Zeitung "Die Welt", man müsse das Säbelrasseln der Islamischen Republik ernst nehmen. Bisher habe man immer gesagt, dass ein nuklear bewaffneter Iran undenkbar sei. Ischinger betonte, er stelle die Frage, was geschehe, wenn es doch dazu komme. Auch Israel müsse eine Antwort darauf geben, was dann zu tun sei. Ischinger verwies darauf, dass die Sanktionspolitik der EU bislang nicht den gewünschten Kurswechsel Teherans erbracht habe. US-Verteidigungsminister Panetta sagte dem Sender CBS, wenn der Iran sich dazu entscheide, eine Atombombe zu bauen, brauche das Land noch mindestens ein Jahr, um genügend Uran anzureichern.


14 chinesische Geiseln im Sudan befreit
Einige der chinesischen Arbeiter, die im Sudan entführt wurden, sind wieder frei. Der Gouverneur der Provinz Südkordofan teilte im Radio mit, die Armee habe 14 Chinesen befreit. Insgesamt waren 29 Arbeiter von Rebellen verschleppt worden. Das Schicksal der übrigen Geiseln blieb offen.


Süßwarenmesse in Köln eröffnet
In Köln hat die Internationale Süßwarenmesse ISM begonnen. Eröffnet wurde die Messe von Bundesverbraucherministerin Aigner. Gut 1.400 Aussteller aus 65 Ländern zeigen auf der Fachmesse ihre neuen Produkte. Zu den Neuheiten gehören Bratapfel-Bonbons und Nüsse mit Currywurst-Geschmack.

Montag, Januar 30, 2012

Gentleman

"Sie ist eine Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Sie ist eine Frau, die heute keine Titten mehr braucht."
F.J. Wagner

Samstag, Januar 28, 2012

Backen macht Freude


Bruder Josef

In der aktuellen ZEIT sehr großer, gut geschriebener Artikel zum Mega-Skandal um "Bruder Joseph" Esch, die Bank Sal.Oppenheim, die Stadt Köln, Thomas Middelhoff, die KarstadtQuelle-Pleite und die Lebensuntüchtigkeit deutscher Superreicher:

"Es geht in diesem Drama nicht um die Reichen, sondern um die Superreichen des Landes, es geht nicht um Millionen, sondern um Milliarden von Euro. Es ist nicht allein der Größenwahn, es ist auch ein ungewohnter Blick, der diesen Fall so bemerkenswert macht, der Blick in die Seelen der oberen Einhundert, der einen erschaudern lässt. Viele der Reichen in diesem Land sind lebensuntüchtig, viele sind Erben, sie fühlen sich nicht wohl in ihrem goldenen Käfig, sie sind ängstlich, manchmal nahe der Depression, nicht in der Lage, ihre eigenen Geschicke zu bestimmen. Sie sind überfordert von dem vielen Geld, das sie besitzen, und trotzdem wollen sie es vermehren. Viele der Reichen in diesem Land wollen, dass jemand anderes, jemand Starkes ihr Leben für sie regelt, den Alltag für sie koordiniert."

In dem Zusammenhang ist auch ein anderer Artikel interessant, der unter Bezug auf den Prozess gegen Middelhoff die Esch-Sal-Oppenheim-Verstrickungen darstellt: Von dem klammen Kaufhauskonzern KarstadtQuelle Immobilien kaufen, diese an die Kundschaft von Sal.Oppenheim wieder verkaufen - dabei Verwaltungskosten und Provisionen kassieren -, die wiederum daran verdient, dass KarstadtQuelle, die die Immobilien ja weiter benötigt und zu überzogenen Preisen anmietet.



Dieses Vorgehen scheint das Erfolgsrezept der Oppenheim-Esch-Connection zu sein: Esch sammelt in Zusammenarbeit mit Sal.Oppenheim Kunden, die viel Geld anlegen wollen, um daraus noch viel mehr Geld zu machen. Mit diesem Geld realisiert der findige Troisdorfer dann große Bauaufträge, die - wie bei den Messehallen - gerne trotz des Millionenvolumens ohne Ausschreibung vergeben werden und bei denen am Ende ein garantierter Return of Investment in Gestalt langjähriger Mietverträge - gerne auch zu überzogenen Preisen - geschlossen werden.

Dieses Prinzip kam scheinbar auch bei den Kölner Messehallen zur Anwendung: Die Stadt Köln und die Messe verkauften Ende 2003 ohne Ausschreibung ein mehr als 170.000 Quadratmeter großes Grundstück an den Oppenheim-Esch-Fonds, um dort neue Ausstellungshallen zu erreichten. Zudem verpflichtete sich die Messe, die Hallen über einen Zeitraum von atemberaubenden dreißig Jahren für jährlich 20,7 Millionen Euro von Oppenheim-Esch zurückzumieten, was für den Investor eine Einnahme von über 600 Millionen Euro bedeutet. Im Falle der Zahlungsunfähigkeit der Messe muss die bereits heute mit drei Milliarden Euro hoch verschuldete Stadt für die Miete aufkommen. Die EU monierte das Verfahren, erklärte die Vergabe ohne Ausschreibung für rechtswidrig.

Auch bei der Veranstaltungshalle Kölnarena und dem dazugehörigen technischen Rathaus legten
"Mitte der 90er Jahre 77 Privatleute 900 Millionen Euro in einem Oppenheim-Esch-Fonds an. Sie lockte die Aussicht auf Renditen von bis zu zehn Prozent. Die Stadt mietete sich – wie nun auch wieder bei der Messe – langfristig in das Technische Rathaus ein. Schrammas Vorgänger Harry Blum (CDU) wunderte sich darüber und sprach vom »vermieterfreundlichsten Mietvertrag, den die Stadt abgeschlossen hat.« An dessen Zustandekommen war maßgeblich der damalige Oberstadtdirektor Lothar Ruschmeier (SPD) beteiligt. Doch zur großen Überraschung vieler beendet der ebenfalls aus Troisdorf stammende Kommunalpolitiker seine Karriere im Stadtrat und wechselt als Geschäftsführer zur Oppenheim-Esch-Holding." (Stadtrevue)

Der Journalist Georg Wellmann verfolgt und dokumentiert den zum Himmel stinkenden Fall seit langem immer wieder mit luziden Artikeln in der Kölner Stadtrevue (hier, hier, hier oder hier). Zusammen mit Ingolf Gritschneider hat er den Fall in der Dokumentation "Das Milliarden Monopoly" dargestellt:


Leider ist es so, dass Kreti und Pleti sich über Upgrades des Bundespräsidenten echauffieren, aber eine komplexe Materie wie Fonds, Schuldbeitritte, Abschreibungen, Beleihungen undundund kaum vermittelbar ist, und daher die Hundertmillionenfachen Schweinereien, die am Ende realse Arbeitsplätze tausender Menschen kostet, weil ein paar Raffzähne den Hals nicht voll genug bekommen, im Schatten der öffentlichen Wahrnehmung bleiben.

Freitag, Januar 20, 2012

Wochenende!


Charles Bradley

Sonntag, Januar 15, 2012

MAD MEN Season 5

As one of the most highly anticipated season premieres of the year, AMC announced today that the Emmy and Golden Globe Award-winning drama Mad Men will be back with a two-hour Season 5 Premiere on Sun., Mar. 25 at 9pm ET/PT.

Written by Matthew Weiner and directed by Jennifer Getzinger, the season premiere episode will also be available on AMCtv.com the Monday after air.

Following the premiere, on Sun., Apr. 1, Mad Men will return to its regular timeslot at 10pm ET/PT with an episode written by Erin Levy and Matthew Weiner and directed by Jon Hamm.

www.amctv.com/shows/mad-men

In der Wirtschaft op dr Eck

Beim Aufräumen wiedergefunden: Ein verständlich geschriebener Artikel von Uwe Jean Heuser in der ZEIT zum Ideologiestreit in der Wirtschaftskrise. Hier streiten Wissenschaftler unterschiedlicher Schulen, medial verstärkt durch Publizisten, die sich hinter je unterschiedlichen Bannern des Monetarismus, Keynesianismus, Erhardismus oder sonstigen -ismen sammeln um die "richtige" Herangehensweise. Schulden machen oder sparen? Mehr Kontrolle oder wie oder was? Ein Blick auch auf die unterschiedlichen Mentalitäten der USA und Europa/Deutschland und wie diese die Herangehensweise an die Wirtschaftskrise motivieren.

Wem das noch zuviel Text ist, der halte sich an den Comic (PDF, 7 Seiten, 6,1MB), in dem DIE ZEIT die Geschichte der Banken- und Staatsschuldenkrise erzählt.

Mittwoch, Januar 11, 2012

Mehr Ernst!

Toller Gaga-Kommentar des Kölner Stadt Anzeigers zum Publikumsverhalten bei der Prinzenproklamation im Kölner Gürzenich:

"Man drängelte an die Kölsch-Bar im Foyer oder stand gar in den Gängen und quatschte. Das ist respektlos gegenüber den Künstlern und dem Dreigestirn auf der Bühne. Dabei funktionieren leise Töne, die auf das Stimmungshoch folgen und langsam auf die nächsten Höhepunkte vorbereiten sollen, doch nur, wenn Ruhe und Aufmerksamkeit herrschen."

Ist DAS zu fassen? Dabei ist der (Kölner) Karneval ja vor allem anderen für seine leisen Zwischentöne bekannt.

Montag, Januar 09, 2012

Foddoschopp

Aus der Abteilung "Wenn man druff kommt und Zeit hat, hätte.. könnte .. man selbst..." Dennoch ganz cool: Die New York Times verweist auf das Projekt "Fatescapes" des Künstlers Pavel Maria Smejkal, der ikonische Fotos der Zeitgeschichte bearbeitet und die zentralen Elemente - das vom Napalm verbrannte Mädchen, die Fahne der UdSSR auf dem Berliner Reichtsag, der tödlich gefallene Kämpfer im spanischen Bürgerkrieg - entfernt hat. Zurück bleibt eine Szenerie, wie sie wenige Minuten vor oder nach dem Moment des eigentlichen Fotos aussehen könnte. "These images are reminiscent of a time, before Photoshop, when photographs were believed to be a reflection of reality. Mr. Smejkal’s alterations question whether photographs should be viewed as accurate representation."