"Well I hope I don't die too soon
I pray the Lord my soul to save
Oh I'll be a good boy, I'm trying so hard to behave
Because there's one thing I know, I'd like to live
long enough to savour
That's when they finally put you in the ground
I'll stand on your grave and tramp the dirt down"
Freitag, Mai 11, 2012
Digest
Wie immer bringt Wagner die Sache auf den Punkt: "Der Mann, der sich nicht entscheiden kann, hat eine Menge Verdauungsstörungen."
Sonntag, Mai 06, 2012
Wohlfühlsymbolik mit hohem Heucheleiquotienten
In der ZEIT kommentiert Josef Joffe das allfällige Gequake rund um die Fußball EM, der "die Politik" fernbleiben solle, um damit gegen den Umgang mit Julia Timoschenko zu protestieren und das Land unter Druck zu setzen. Ui, ui, ui - einige Bundestagsnasen verzichten auf ihren Gratisplatz im Stadion. DAS wird die Ukraine sich in die Knie zwingen. Wenn die Masche wirkt, kann man sie ja weiterentwickeln: Um Syrien kleinzukriegen, verzichtet die Bundestagskantine jetzt darauf, neben Pudding, Muffins und Yoghurt noch einen vierten Nachtisch anzubieten. "Mal sehen, wie Assad DAS >schmeckt<", erklärt der Chefkoch entschlossen.
Joffe schreibt das, was jeder weiß:
Joffe schreibt das, was jeder weiß:
"Ist Sport das Instrument, um die Schurken Mores zu lehren? Nicht, wenn sie groß und stark sind. China hat mindestens so viel auf dem Kerbholz wie die Ukraine, aber den Giganten wollen wir nicht reizen, und alle, alle kamen nach Peking. (...) Politik und Sport sind zweierlei Geschäft. Die Funktionäre können Politik nicht, wollen es auch nicht. Ihre Interessen sind Werbeeinnahmen und glückliche Athleten. Politik hat mit Werten, aber vorweg mit Mitteln und Konsequenzen zu tun, ein Metier, das gelernt werden muss, wie die Piraten stündlich beweisen.Politik ist es, wenn Joachim Gauck, der erste Mann im Staate, absagt. Politik ist es, wenn sich Washington und Berlin für Timoschenko einsetzen, aber die ist nur eine von vielen Geschundenen. Deshalb wären handfeste EU-Sanktionen das Mittel der Wahl. Eben Politik, nicht Wohlfühlsymbolik mit hohem Heucheleiquotienten (vergleiche China), die es dem Despoten erlaubt, sich in das Mäntelchen des Nationalstolzes zu hüllen und das Volk abzulenken. Vor allem heißt Politik, Öffentlichkeit herzustellen; deshalb für jeden Fußballreporter zwei politische entsenden, die berichten, wie die ukrainische Demokratie demontiert wird. " (ZEIT)
Freitag, Mai 04, 2012
Islamofeminismus
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| Foto: januszek |
Martenstein widmet sich im ZEIT Magazin Sibylle Berg. In ihrer SPIEGEL-Online-Kolumne (vielleicht erscheint das auch in der Print Ausgabe; ich habe aber seit 23723492349 Jahren keine mehr durchgeblättert) stellt sie ausgehend von "DER CAUSA GÜNTER GRASS" (Oder darf "die Causa" nur in Zusammenhang mi "Christian Wulff" verwendet werden?) fest, dass Männer grundsätzlich und überhaupt, immer alles kaputtmachen, plattwalzen, verdrängen: Ihre Kinder, die Umwelt, die Weltwirtschaft.
Martenstein wagt dagegen
Martenstein wagt dagegen
"zu behaupten, dass man über »die Frauen« nicht in dieser Tonlage schreiben dürfte, jedenfalls nicht in einem deutschen Mainstream-Medium. Ich möchte hinzufügen: Zum Glück. »In der Welt der Frauen langt es vermutlich, mit der Hüfte zu wackeln und über die bösen Männer zu jammern« – nein, so was ist einfach nur unintelligent und voller Ressentiment. Mag sein, dass die Männer einer Frau wie Sibylle Berg nicht »den Spitzenplatz einräumen« – Wie geht das eigentlich bei Autoren? Per Akklamation? –, aber zum Ausgleich darf sie immerhin im Spiegel ein Zeug veröffentlichen, das man keinem Mann abkaufen würde. Das ist doch auch schon mal eine nette Geste." (ZEIT-Magazin, Nr. 19/2012)
Und hält als Fazit fest:
"In puncto Logik ist der Feminismus manchmal auf etwa dem gleichen Level wie der Islamismus."
Sonntag, April 29, 2012
Mehr Jahrmarkt, bitte!
In der ZEIT beklagt Regisseur Dominik Graf aus Anlass des deutschen Filmpreises die Lage des mit Fördergeldern begießkannten deutschen Relevanzkinos in Zeiten der Subventionskulturindustrie. Diese verlange Filmen zumeist inhaltliche Schwere und didaktische Ausrichtung. Und so lesen sich die Themen wie die Redaktionsplanung einer Talkshow: Familienprobleme, Seelenkrankheiten, Alzheimer, Krebs, Cybermobbing – und dann die gängigen Staatsthemen: Integrationskonflikte, Neofaschismus, Finanzbranchen-Kritik, RAF-Nachwehen, DDR-Aufarbeitungen et cetera. Das Ergebnis - laut Graf - "Der deutsche Film wirkt trotz seines stetig zunehmenden formalen Könnens in der überwiegenden Masse wie eine Palette von Besinnungsaufsätzen. (...) die Aushöhlung durch thematische Überstrapazierung. Das Bildungsbürgerliche, das thematisch Beflissene am Output des deutschen Films wird langsam penetrant"
Samstag, April 28, 2012
Irrungen, (Darmver)Wirrungen
Martenstein hat im Zusammenhang mit den Kalamitäten rund um Günter
Grassens Verirrungen herausgefunden, dass Nobelpreisträger offenbar zum
Sonderlichen neigen. "Luc Montagnier, Nobelpreis für Medizin, ist einer
der Entdecker des HI-Virus. Er glaubt, dass er DNA mithilfe des
Magnetismus von einem Wasserglas in ein anderes teleportieren kann. DNA
könne Radiowellen ausstrahlen. Vielleicht stimmt es, die anderen
Forscher sind uneins. Falls Montagnier recht hat, wäre es denkbar, dass
der iranische Präsident Ahmadinedschad seine Reden mittels seiner DNA
direkt im Kopf von Günter Grass ausstrahlt. Dann tun alle Kritiker dem
armen Grass bitter unrecht." (ZEIT Magazin, Nr.18)
Sonntag, April 22, 2012
Offline
Bezeichnend: Geht man auf www.fdp.de sieht man auf der Startseite gleich
die drei Reden von Wolfgang Kubicki, Christian Lindner und Parteichef
Philip Rösler ... bzw. eben nicht: Die Rede von Rösler wird nicht
dargestellt und ist nicht abspielbar. Ein Schelm, wer ...
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