Samstag, Juni 16, 2007

Lesung Maxim Biller - "Liebe heute".

Aus der Veranstaltungsankündigung: Lesung, Maxim Biller - "Liebe heute".

"Die Konstellationen sind modern, das Thema ist klassisch. Maxim Biller erzählt in seinen Short Stories von Menschen von heute, die sich treffen, wiederbegegnen oder schon lange kennen, die oft mehr voneinander wollen, als sie zu geben bereit sind, die sich ausliefern und abgewiesen werden, die einer lebenslangen Leidenschaft folgen oder sich in immer neue Abenteuer stürzen, die sich endlich trennen oder unbedingt zusammenbleiben wollen, die aber eines eint: die Sehnsucht nach der wahren Liebe. Einer Liebe, die keine Worte braucht, die einfach da ist und bleibt. Doch meist läuft es anders, weil nicht klar ist, ob beide dasselbe meinen, und so werden viele Worte gemacht, ohne dass man sich besser versteht." (Kiepenheuer & Witsch)

Im Anschluss Empfang im Foyer, 11 €. 20 Uhr.

So war die Veranstaltung in der Aula der Kunsthochschule für Medien in Köln angekündigt, die vom "Kunstsalon" organisiert worden war, einem Zusammenschluss gut situierter Kölner Bürger, die sich - aus Langeweile oder weil "es" eben das Konsum und Kulturmuster dieses Milieus ist – sich "mit Kunst und Kultur" beschäftigen, "Kulturveranstaltungen" organisieren, dabei genau den kalorienarmen Flachsinn plaudern, den sie immer plaudern, dabei aber sich fühlen dürfen, als seien sie Teil einer Kulturelite.

Die Atmosphäre vor Veranstaltungsbeginn erinnerte sehr an das Geplänkel vor Beginn eines Konzerts und die Pausen in der Kölner Philharmonie: Herr Doktorhastdunichtgesehen und seine Frau begrüßen den Leitervonirgendwas und dessen Frau. Sabine-Christiansen-ähnliche Damen und Ferdinand-Piech-Typen geben sich Wangenküsse. Man trifft sich immer hier, erkundigt sich, wie der letzte Urlaub war, wie der Start des Sohnes mit der eigenen Praxis laufe, usw.

Ein Publikum vom Typ " Ehefrau des stellvertretenden FORD-Zweigstellenniederlassungsleiters Köln Niehl organisiert aus wohltemperierter Langeweile heraus einen "Kulturkreis" und weil man Geld und Beziehungen hat, kann man da im privaten Kreis eine Art exklusive "LitCologne" des Kölner Kaufmannsbürgertum organisieren".

Zu Veranstaltungsbeginn wird in Abteilungsleiterphrasierung die Begrüßung heruntergeleiert, es werden logistische Hinweise zum Verlauf des Abends gegeben (Buffet! Signieren!), die Veranstaltungen aufgezählt, die man schon gemacht habe und mit denen man zum Kulturprofil der Stadt beitrage - übrigens OHNE EINEN CENT ÖFFENTLICHER GELDER! - erklärt, dass die Lesung mit Maxim Biller das "Highlight" der Veranstaltungsreihe "Literatur in den Häusern der Stadt" sei, das man noch wesentlich mehr Karten hätte verkaufen können, aber das nicht gewollt habe, weil man den intimen Charakter der Veranstaltung bewahren wollte, sonst hätte man ja „gleich in die Kölnarena gehen“ können (allgemeines Gelächter). Da saß man also in einer Privatveranstaltung selbstgefälliger Gutverdiener, die "Kultur" als ihr Hobby pflegen, sich dabei als Philanthropen gefallen, die „der Stadt" zu Ruhm und Ansehen verhelfen und das, während man schön unter sich und “die Stadt“ draußen bleibt.

Auch Maxim Billers Lektor vom Verlag Kiepenheuer und Witsch war zugegen und sprach mit dem Autor nach einem gelesenen Text über eben dieses, was mancher als "Blick in die Werkstatt" empfand, allerdings auch wie ein abrupter Stimmungswechsel erschien, als würde nach dem Beischlaf sofort das hässliche Deckenlicht angemacht, um SOFORT darüber reden, ob's ok war, was man "das nächste Mal" anders, besser machen solle usw.

Der Lektor hatte seinen Literaturkreis mitgebracht, den er „seit drei Jahren“ leitet, was ein hilfreicher Hinweis war, um den Abend besser als einen exklusiven Volkshochschulabend für Damen und Herren des gehobenen Milieus einordnen zu können.

Ulkig dann mit anzusehen, wie der Herr Lektor, ganz im Stile eines Deutschlehrers der Mittelstufe, von der Komposition des Materials schwärmt, dem Figurenaufbau, der Sprachführung und Biller daraufhin zurückgibt, dass er eigentlich nie einen Plan habe, sich treiben lasse (so neurotisch ich in der Welt bin, so frei bin ich beim Schreiben), eine Grundidee habe und die dann „irgendwie“ ausbaut und umsetze.

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EINSCHUB:

"Der sehr belesene, wenig gelesene Alban Nicolai Herbst verachtet all jene, die ohne jede Kenntnis der Literatur- und Geistesgeschichte der letzten 300 Jahre naiv draufloserzählen."

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In der Anmoderation wurde erwähnte, dass Biller in seinem Band mit Erzählungen unter dem Titel "Liebe heute" über Beziehungen schreibe, man aber versichert sein dürfe, dass einen nicht kitschige Happy Ends erwarten, im Gegenteil, dennoch aber die Geschichten von eigener Schönheit seien. Und alles gefiel sich im Gefühl und Selbsteindruck nicht der trashigen Bedienung kleinformatiger Kitschbedürfnisse sondern einem sperrigen und unbequemen Kulturvorgang beizuwohnen.

Warum widmet sich ein Schreiber, der v.a. für seine Hasstiraden legendär ist, einem so gefährlich nah am Abgrund der Plattitüde gebauten Thema wie „Liebe“? Biller selbst hat es in der Niels Ruf Show schön erklärt:

"Wenn man jung ist hasst man. Wenn man älter wird merkt man, dass man auch lieben kann auch Dinge die man früher einmal gehasst hat. Es gibt einen Moment wo Du auf einmal merkst, dass Du nicht mehr den Mut hast, einfach zu sagen "Das, das, das will ich nicht." Du willst einfach manchmal den Mut haben zu sagen, "DAS möchte ich" und DAS ist dann natürlich die Liebe und davon handelt das Buch."

Der Lektor erwähnt, dass Biller nach der Publikation des Buches als „Experte in Liebesdingen“ gehandelt und in Talkshows eingeladen worden sei – und scheinbar auch hingegangen ist, z.B. „zu Wickert.“ Allein die Nennung des Namens wiegt die Anwesenden in die immer tiefer werdende, schläfrigere Zufriedenheit des Eintreffens des Erwarteten und Wiederbegegnens des Bekannten. Jaaaaa, der Wickert! Wein! Franreich! Anchorman! Das Wetter!

Zwar kommt schon im vierten Satz der ersten gelesenen Geschichte „Der Architekt“ das Wort "Sex" vor, aber das Publikum, das da so gut gebräunt und faltenfrei gebügelt hockte, nimmt es mit der Haltung, dass es sich ja um Literatur handle, hin.

Laut Billers Selbstauskunft, der sich, wie er zu Protokoll gibt, nicht um Sex und dessen Darstellung in seinen Texten drücke, dürfte es schwer sein, aber wenn Haare ein nachdenkliches Gesicht umfassen, ein Hals als elegant beschrieben wird, weiß die Rechtsanwaltsgattin, dass hier kein Hardcore zu befürchten ist, allein die Überlegung des männlichen Protagonisten in „Bagdad um halb acht“, nicht in seiner Partnerin zu kommen, ist vielleicht etwas zu gynäkologisch, aber eben auch nur ein kurzer Moment.

Verklemmtheit wird weggelacht. Wenn es in der ersten Geschichte "Der Architekt" darum geht, dass ein Paar eine Wohnung hat, in die der Nachbar und Vermieter (der Architekt des Hauses) hinein schauen kann, und der Ich-Erzähler v.a. sanft genervt von seiner libanesischen Freundin erzählt, und wie sie ihren "arabischen Hintern" hin und her wiegt, wird das weggelacht. Wenn Brüste umfasst werden, wird mit konzentrierter Miene zugehört. Es kann hier ja nicht darum gehen, dass einer die Titten seiner Alten umfasst, es müssen die Rehzwillinge unter Rosen gemeint sein, oder die Einsamkeit des Großstadtmenschen, der sich in die Leiblichkeit stürzt, um dem Verlust des Stofflichen als Zeugnis seiner Vorhandenheit, zu entgehen versucht.

Auch wenn die Figuren Sex haben und Whiskey trinken und sich durch Hotelzimmerlaken wälzen – wollen sie doch v.a. nicht allein sein wollen produzieren in ihrem Bemühen, diesem Schicksal zu entgehen auch und gerade in ihren Beziehungen Einsamkeit und Abstand.
Aber das Publikum empfängt auf einer anderen Frequenz. Es muss schon deutlicher sein

Wenn ein Satz im Stile von "Übelkeit stieg ebenso schnell in ihm auf, wie sie wieder verschwand und vertrieb die wenigen Gedanken, die er nicht hatte..." geliefert wird, erkennt das sogar Seglerehemann.

"höhö...Gedanken, die er NICHT hat…DAS ist auch gut beobachtet und beschrieben..."

Nur offensichtlichste Schilderungen, deutlichste Analogien und Metaphern werden erkannt und abgenickt, z.B. wenn Biller in der Geschichte „Der Architekt“ beschreibt, dass der besagte Architekt (den es tatsächlich gibt, ebenso wie das Haus, in dem Biller gewohnt hat und für den er diese Geschichte geschrieben hat, der diese bei ihm für einen Katalog, in dem er seine Projekte und Entwürfe veröffentlichen wollte, bestellt - aber am Ende nicht genommen hatte.) sein Haus, in dem er wohnte, nur mit dem Auto verließ: Wenn er weg wollte, fuhr er mit dem Auto aus der Tiefgarage heraus und wenn er zurückkam in die Tiefgarage wieder hinein und so war es, als nehme er das Haus immer mit und müsste es gar nicht verlassen, wenn er woanders hinwollte.

So klar so gähn.

Aber eben sogar für die Zahnarztehefrauen und Sparkassenzweigstellenleiter als literarisches Konstrukt erkenn-, versteh- und konsumierbar.

Man fragt sich, wie ein offensichtlich klar denkender und ebenso formulierender Mensch wie Biller sich dem auszusetzen vermag. Ausgerechnet Biller! Der in seinem Wüten für ein Schreiben, das etwas will, eine Veranstaltung ausrichtete, nur um die angereisten Kollegen und Freunde im Eröffnungsvortrag grob abzuwatschen.

Es mag das Alter sein und die Einsicht, dass man sich die Leute nicht backen kann, die einem die Miete zahlen und das die die sich 16,50 EUR Eintrittskarten leisten können, eben nicht rührend nachdenkliche Studierende sind, sondern eben Menschen mit karierten Hosen und Loden.
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Sex und Pubertätsphilosophie

Der Lektor spricht Biller auf das Thema Sexualität und ihre Darstellung in der Literatur an, um die sich, so sein Eindruck, einige Schriftsteller drückten, weil sie „literarischer“ wirken wollten. Biller behauptet, dass es in seinen Werken gut zur Sachen gehe, weil er sich nicht um das Thema drücke. Sex gehöre zum Leben und müsse also auch zur Darstellung kommen, wobei eben immer die Gefahr bestehe, trivial, gemein oder nur langweilig klischiert zu werden. Sein Eindruck sei, man sei von Sexualdarstellungen geflutet, während in Deutschland zu wenig tatsächlich Sex praktiziert werde.

Auf Ariadne von Hitler (hier und hier) angesprochen, legt sich in Billers bislang entspannte Stimmlage ein Ton leichter Gereiztheit, der diesen Bezug so schnell als möglich abwürgen will.
Was Ariadne von Schirach schreibe, gelte vielleicht für sie, wäre aber dann v.a. traurig, weil sie 28 ist und offensichtlich underfucked sei.

Bei YouTube findet sich ein, durch die pubertäre Ernsthaftigkeit kaum auzuhaltendes Gespräch von Biller mit Schirach, genauer, es Verhör, indem Biller mit der Überlegenheit und Entspanntheit des Älteren das Mädchen, das wie eine Abiturientin wirkt, die dabei ist ihr Vokabular durch Camus-Lektüre aufzumotzen, locker abfragt und zu schlimmsten Aussagesätzen verleitet:

„Ich finde Schönheit hat etwas mit Einzigartikeit zu tun und dem steht die Idee eines Schönheitsideals per se entgegen.“



Bewundernswert, wie Maxim Biller es ohne Lachanfälle durchhält, wenn das propere Erstsemesterstudentleinchen die Zigarette prätentiösest in die Landschaft hält und in einem Duktus von fast wienerischer Blasiertheit Sätze wie „Das ist mir scheißegal“ oder Begriffe wie „Definieren“, „Kategorie“, „korrespondieren“, „per se“, „existenziell“ sagt.

„Es kommt darauf an, wie Du Rebellin definierst. Ich hab was gegen Kategorien.“

Wenn man sieht, wie bei Sek 0:42 die Augen niederschlägt, wenn sie Maxim Billers direkte Frage, ob sie prüde sei verneint, und er diese Frage sogar noch mal wiederholt, weiß man, das hier ein Tagebuch, das besser privat oder an einem WG-Küchentisch geblieben wäre mit einem Buch verwechselt worden ist.

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In Billers Erzählungen geht es um Beziehungen, um Liebe, um Menschen, die in Beziehungen sind und sich nicht wohl fühlen, die miteinander schlafen, aber einander fremd bleiben, die nicht miteinander schlafen und sich fremd bleiben aber aus Gewohnheit zusammen bleiben.

Sein Lektor berichtet, dass Biller von seinem Vater, einem aus Russland erst nach Prag, dann nach Hamburg emigrierten Juden die „Emigrantenregel“ gelernt habe, er solle sich immer so einrichten, als würde er für immer bleiben. Nun fragt, der Lektor, ob dies nicht auch für die Liebe Gültigkeit hätte, dass man sich so verhalten solle, als handle es sich beim jeweiligen Partner, um „the one and only“, wodurch man aus dem zwanghaften sich nach anderem, dem vielleicht besseren Umsehen, herauskäme und dem, was man hat, eine echte Chance gebe, dem man ansonsten nur die Aufmerksamkeit entzieht, die es vielleicht braucht, damit es erfolgreich und tatsächlich „das Wahre“ werde.

Biller entgegnet darauf , dass man früher häufig mit jemandem zusammen war und verheiratet, den man gar nicht mochte aber man konnte nicht weg, heute kann man weg, geht aber nicht, fragt sich aber ständig, ob das der oder die Richtige sei und er rufe ausdrücklich dazu auf, den Mut zu haben, wegzugehen.

"Es gibt so viel anderes...das ist nicht das Wahre..."

Eine Aufforderung, die für hörbares Schmunzeln bei den braungebrannten Ehepaaren sorgt, wie der ganze Abend v.a. Wohltemperiertes bietet. Nichts ist ernst, nichts ist bedingungslos, da alles nur Pose ist, kann auch „Ficken“ gesagt werden – danach geht es ja zum Fingerfood Buffet, bei dem man sich mit dem Rektor der KHM und dem ebenfalls anwesenden Dieter Wellershoff unterhalten kann.

Etwas beliebig die Geschichte "Bagdad um halb acht", mit der Biller sich seinen Hemingway zu schreiben versucht, wie er zu Protokoll gibt ("mir gefällt auch Picasso aber ich kann mir keinen malen, aber Hemingway, habe ich gedacht, könnte ich mir selbst schreiben."), bei der zu lesen ihn auf einmal Skrupel oder ein Gefühl von Peinlichkeit überkommen, weil, nachdem er dezidiert erklärt hat, dass er wie Hemingway zu schreiben versucht habe, es ihm unangenehm sei, das Ergebnis nun vorzulesen, da er (zu recht) vermutet, dass alle das Vorgetragene nach Hemingway absuchen. Und in der Tat muss man nicht lange suchen. Im ersten Satz erfahren wir, dass "der Mann" (wer sonst?) an einer Theke sitzt (wo sonst) und "die Frau" einen "Trenchcoat" trägt. Why not?

Der Pakettesadiktator

Die letzte Geschichte erzählt von einem Mann namens Tischbaum, der eine Zwangneurose entwickelt, in deren Zentrum Pakettesa steht. Die Bilder in seiner Wohnung klebt er mit Pakettesa an die Wand, die Vorhänge klebt er mit Pakettesa an den Fensterrahmen, die Möbel klebt er mit Pakettesa an den Boden, damit Gäste sie nicht verrutschen, usw.
In einem skurrilen Moment der Erzählung imaginiert Tischbaum, wie das Land unter seiner Pakettesa-Diktatur aussähe: Dummköpfe bekämen den Mund zugeklebt. Schlechte Bücher würden von Tischbaums Pakettesapolizi einer Pakettesaprozedur unterzogen und könnten nicht mehr geöffnet werden, Kampfflugzeuge könnten nicht mehr starten, weil sie mit Pakettesa am Boden festklebten.

Tischbaum bestellt sich auch eine Prostituierte, da es mit den Frauen nicht so recht klappen will, die ihn aufgrund seiner Neurose meiden. Er beobachtet sie durch den Türspalt, sie fühlt sich offensichtlich in der merkwürdigen Umgebung nicht wohl, er kommt mit dem Pakettesa zu ihr, sie fragt "ich Dich oder Du mich?", doch er bricht das Ganze ab, er müsse sich die Sache noch mal überlegen. Zu einem späteren Zeitpunkt bestellt er sich die Prostituierte wieder und scheinbar ziehen sie die Nummer diesmal durch.

Tischbaums Kollegin kommt ihn besuchen ,weil sie ihn schon länger nicht mehr gesehen hat, sie will klingeln, aber das geht nicht, da der Klingelknopf mit Pakettesa zugeklebt ist, sie klopft, immer lauter, aber niemand öffnet. Ihr gelingt es die Tür zu öffnen. In der Wohnung ist es dunkel, Tischbaum hat die Fenster mit Pakettesa zugeklebt.
Im Wohnzimmer schließlich findet sie Tischbaum, der wie die Mumie Tutanchamums aus Pakettesa dasteht, von Kopf bis Fuß in Pakettesa gewickelt und sie küsst ihn auf die Stelle, an der sie seinen Mund vermutet.

Eine Geschichte, die beim Rausgehen mit "also...das ist ja schon ein skurriiiiiler Typ... dieser Biller..." quittiert wird, einer Rezeptionshaltung, mit der nicht wenige Menschen JAMES BOND Filme konsumieren: sich dabei gut unterhalten fühlen, um danach zu urteilen, dass das schon alles "... TOOOOTAAAAL unrealistisch...!" sei.

Eins aber bleibt: Maxim Biller hat eine schöne Stimme und ist angenehm entspannt.

www.myspace.com/maximbiller

Maxim Biller: Liebe heute. Short stories. 224 Seiten. 18,90 EUR. Kiepenheuer und Witsch

Rezensionsübersicht bei Perlentaucher

"Proll-TV fürs Feuilleton" Mathias Altenburg antwortet auf Maxim Billers Rede "Schwierigkeiten beim Sagen der Wahrheit"