Freitag, Juli 20, 2012

Heinzer

Gerade als ich hier eine 2390487249247234924 Wörter umfassende Hymne auf den Ausnahmekünstler und Lebensbeobachtungsverarbeiter Heinz Strunk verfasst hatte, hat eine fatal schnell ausgeführte Tastenkombination con STRG+C, STRG+V dafür gesorgt, dass der gut formulierte Text verschwunden ist. 


Es bleibt nur die Feststellung, dass Heinz Strunk ein Genie ist und die mit Helge Schneider, Gerd Polt oder Harry Rowohlt erwartungsgemäß nur spärlich besetzte Kaste der Singularerscheinungen bereichert, mit einer Produktivität aufwartet, das einem die Ohren schlackern - Film, Buch, Theater, CD, Musik, TV, Lesung ("Gelegentlich werde ich auch noch aus meinem Büchlein „Heinz Strunk in Afrika“ vorlesen und Flöte dazu spielen."). Kurz: Nehmet und esset alle davon! 
www.heinzstrunk.de

Donnerstag, Juli 19, 2012

PTA


Mittwoch, Juli 18, 2012

Hurra


Sonntag, Juli 15, 2012

Typographie des Terrors

Heute in der Hand gehabt und gesehen: Die Süddeutsche Zeitung hat ihrer Print Ausgabe ein neues Erscheinungsbild mit neuer Typo verpasst. Auf den ersten Blick ein kruder Mix verschiedener Typographien. Nicht schön.

Freitag, Juli 13, 2012

Experten

Manche Leute sollten eben nur das öffentlich machen, was sie beruflich können und für die Öffentlichkeit relevant ist und andere Angelegenheiten im privaten belassen. Zum Beispiel Opernsängerin AnnA Netrebko ihre politische Einschätzungen.

6 Demokratie oder Monarchie?
Ich verstehe nichts von Politik. Monarchie klingt sympathisch, aber ich denke, diese Staatsform hat ihre große Zeit hinter sich. (ZEIT Magazin)

Expertentum

"Ein Physikexperte kann vorhersagen, bei wie viel Grad das Wasser kocht. Das nenne ich wahres Expertentum. Damit kann man was anfangen. Psychologen und Meteorologen liegen immerhin manchmal richtig, das sind Halbexperten. Theologen, Ökonomen und Fußballexperten wissen über die Zukunft überhaupt nichts. Trotzdem können das sympathische Menschen sein." Harald Martenstein, ZEIT Magazin

Wochenende!


Oregano Live With Orchestra in Vienna Aug 2011 from Chilly Gonzales on Vimeo.

Sonntag, Juli 08, 2012

Small Town Murder Songs

Wochenende!

Montag, Juli 02, 2012

Ramos a la Playa

Ich leg mich fest: Der 11-Freunde-Liveticker war das Beste an dieser EM.

Wenn Dirk Gieselmann und Kollegen zu EU-Gipfel, Bundestagsuntersuchungsausschüsse oder Thronjubiläen tickern würden, hätten selbst die Finanzkrise, Otto Schily oder Reiterformationen in England allerhöchsten Unterhaltungswert.


Zum Beleg der Ticker vom EM-Finale Spanien-Italien:
20:15 Uhr
Die »Tagesschau« weiter: »Nicht nur die Spanier, auch die Italiener wollen den Titel.« Das ist natürlich blöd jetzt. Da muss wohl ein Entscheidungsspiel her. Nennen wir es »Finale«.

5.
De Rossi jetzt mit dem Foul. Muss man das überhaupt erwähnen? Man sagt ja auch nicht: Die Bäckereifachverkäuferin jetzt mit dem Brötchen.

7.
Kopfball Ramos. A la Playa.

14.
TOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOR! Ein Silva-Goal! Ist das nicht längst abgeschafft? Wir blättern mal nach. Bis gleich.

14.
Nein, tatsächlich: Es gibt es noch, das Silva-Goal – und wie! Fabregas tankt sich auf rechts durch, tankt und tankt (und das bei den Spritpreisen!), die Torauslinie müsste näher kommen, aber sie tut es nicht, die Dimensionen verschieben sich wie bei »Alice im Wunderland«, Buffon wird klein, Silva groß, ein Kaninchen hetzt vorüber, eine Raupe kifft, dann die Flanke, Kopfball! Drin! Ein Traumtor, vorausgesetzt, man ist für Spanien. Eine narzisstische Kränkung, vorausgesetzt, man ist Buffon.

40.
Angeblich schwappt eine La-Ola-Welle durchs Stadion. Aber Vorsicht, wir sehen nur das UEFA-Weltbild, es könnte sich also auch um Aufnahmen von 2008 handeln. (Was auch erklären würde, warum alle Stadien gleich auszusehen haben.)

21:46 Uhr
Kahn bei der Beschreibung der Spanier mit seinem ganzen Kahn-Vokabular: Druck, Weltklasse, das große Ganze, auf diesem Niveau, Mentalität, Zeichen setzen. Ende des Kahn-Vokabulars.

57.
Freistoß für Italien. Aber damit müsst Ihr Euch jetzt nicht belasten.

87.
4:0 – für die Statistikfüchse unter Euch. Eine Demütigung – für diejenigen unter Euch, die überhaupt noch etwas empfinden.

89.
Mal ganz unter uns, liebe Fans: Seid ihr gerade auch so froh, dass wir am Donnerstag ausgeschieden sind?

970979283709182730912039871029837019387.
Den Staat Spanien gibt es längst nicht mehr. Aber noch immer ist ein Mannschaftsbus voller sich ständig reproduzierender Männer unterwegs, die sich auf das Land ihrer Urväter beziehen. Soeben sind sie zum 38. Mal Weltmeister geworden, haben im Finale die Betriebsmannschaft von Apple mit 16:3 geschlagen. Zum Glück sind wir längst tot.

22:51 Uhr
Pirlo weint. Oder ist das nachträglich von der UEFA reingeschnitten? Hat er VOR dem Spiel geweint? Vor Angst?

22:55 Uhr
»Der Prinz freut sich sicher ganz, ganz doll«, so Rethy nun. »So nach innen.« Ob dem wirklich so ist, kann nur Poldis Frau beantworten. So nach innen."