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Freitag, Dezember 08, 2017

A GHOST STORY

"anstatt eine wirkliche Geschichte zu erzählen, macht der Film das unerbittliche Vergehen der Zeit und die Vergänglichkeit der menschlichen Existenz spürbar. Und doch beharrt Lowery, der diesen Film nach seinen eigenen Worten in einer existenziellen Krise machte, auf dem Wert von Liebe und Nähe.
Angesichts der Unfassbarkeit von Raum und Zeit, der Endlichkeit allen menschlichen Lebens auf der Erde, der Endlichkeit mithin des gesamten bekannten Universums bedeutet ein kleiner Zettel mit einem Gedicht oder ein paar Gedanken, versteckt in einem Riss in der Wand, alles."

Oliver Kaever in DIE ZEIT

Mittwoch, November 02, 2016

Before the Flood

Mittwoch, August 10, 2016

Montag, Juli 20, 2015

Bundesaltenspiele


Donnerstag, Juni 25, 2015

Sommer!


Mittwoch, April 16, 2014

The Picasso of passive/aggressive karate

What are we doing?

"We fight and we fuck and that's what we do. It's our thing."

Freitag, Dezember 27, 2013

HURRA! (Again)

Manche Filme sollten vielleicht nur Trailer bleiben. Wie könnten Sie eine solche Dynamik und Tempo haben?





HURRA!

Sonntag, September 01, 2013

LA GRANDE BELEZZA

Egal, was die heulsusigen Kritiker quaken: LA GRANDE BELEZZA ist ein
großartiger Film. Der Film begleitet den Schriftsteller Jep Gambardella auf seinen Streifzügen durch das frühmorgendliche Rom. Er hat gerade seinen 65. Geburtstag gefeiert und hinterfragt die routinierte Leichtigkeit und den damit verbundenen Ennui. 

Als Zeremonienmeister beherrscht er die römische Schickeria der Journalisten, verkrachten Theaterautoren, Salonkommunisten, Galeristen, reichen Witwen, verarmten Adeligen. Jep gibt ausschweifende Parties, dominiert die endlosen Plaudereien geistreicher Oberflächlichkeit (Einem depressiven jungen Mann rät er: "Das Einzige, was man ernst nehmen sollte, ist die Speisekarte."). 

40 Jahre ist es her, das sein erster und einziger Roman erschien, auf dem sich sein Ruhm gründet. Jetzt schreibt er mit spöttisch-ironischer Distanz, die nichts ernst nimmt und auf ihre Weise doch auf der Suche nach Tiefe ist, für eine Zeitung und erinnert sich an vergangene Lieben.
Zweieinhalbstunden lang schwelgt dieser Film in fantastischen Bildern, grandiosen Tableaus, und taumelt von einem irren Einfall in den nächsten poetischen Moment untermalt von einem kongenialen Soundtrack, der Bunga-Bunga-Euro-Trash-Disco und sakrale Vokalmusik vereint.

Die Filmkritik wirft dem Regisseur vor, Fellinis Werk schamlos zu plündern. Da ich noch keinen Fellini-Film gesehen habe (und mich auch frage, ob mich im Jahr 2013 ein Marcello Mastroiani im Schwarz/weiß der 50er Jahre berühren kann), juckt mich das nicht. 

Dienstag, Juli 02, 2013

Lone Ranger

“A moderately amusing but very uneven revisionist adventure with franchise and theme park intentions written all over it.” THE HOLLYWOOD REPORTER über den neuen Bruckheimer-Sommer-Kino-Kracher "The Lone Ranger"

Sonntag, Juni 30, 2013

Help!

"Seit 1970 gibt es den Tatort im deutschen Fernsehen, 878 Folgen wurden ausgestrahlt, jede davon weit teurer als eine Million Euro. Jetzt ist endlich Sommerpause. Zeit eigentlich, um bei wohltemperiertem Espresso die letzte Krimisaison Revue passieren zu lassen. Aber anstatt verklärt auf die großen Quotenerfolge des vergangenen Jahres zurückzublicken und sich selig auf das Kommende zu freuen, möchte man doch eher um einen Platz in der Gummizelle bitten, damit's am Kopf nicht so schmerzt, wenn er immer wieder reflexartig gegen die Wand donnert." (DIE ZEIT)

Donnerstag, Juni 06, 2013

Der Rosenkavalier

In der ZEIT findet sich ein großartig geschriebenes Feature über den Prozess gegen einen 61jährigen Türken, der seine deutsche Geliebte ermordet haben soll. Ein klassisches Stück, das Sachinformationen mit atmosphärischen Erzählelementen vermischt und so ein dichtes Bild zeichnet, das sowohl den Sachvorgang (Ein zu unrecht verurteilter Mensch wird dank seines wackeren Anwalts freigesprochen) als auch lebendige Charakterzeichnungen hervorbringt. Der Einstieg geht so:

"Im ersten Licht des Tages steht er ohne Koffer am Flughafen. Als wolle er sich einreden, er werde nicht lange weg sein aus Gaziantep, Südostanatolien. Als wolle er das Schicksal lenken. "Ich nichts lenken, das macht der liebe Gott", sagt er in seinem unbeholfenen Deutsch, als das Flugzeug auf die Startbahn rollt. "Er weiß: Ich hab sie nicht töten."
Dann setzt der Schub ein und drückt ihn in den Sitz, einen kleinen 61-jährigen Mann, mit Schuhen aus Kunstleder und schief gelaufenen Absätzen. Am Fenster verschwimmen rote Erde und graue Bäume zu farbigen Streifen. Wenn alles gut geht, ist er zurück in der Türkei, bevor die Pistazien blühen. Wenn nicht, werden sie ihn einsperren, jahrelang, in der Justizvollzugsanstalt Cottbus-Dissenchen."

Sehr gelungen, wie die durchaus pikanten Details beschrieben werden, ohne das die Beteiligten je bloßgestellt werden. Im Gegenteil: Es gelingt das sensible Portrait einer zärtlichen Liebe im Stile Fassbenders "Angst Essen Seele auf". 

Insgesamt hat die Geschichte (so, wie sie hier erzählt wird) alles, was ein Film braucht. Einen (tragischen) Helden, der gegen immer schwerer werdende Widerstände kämpft und am Ende siegt (er wird freigesprochen), ohne im eigentlichen Sinne gewonnen zu haben (schließlich ist seine Geliebte unwiderbringlich tot). 

Der Angeklagte wird von einem wackeren Anwalt rausgehauen, der sich durch Berge von Akten wühlt und Ungereimtheiten im Bericht der lokalen Gerichtsmedizin findet. Es gelingt ihm die Koryphäe für gynäkologische Gerichtsmedizin, einen emeritierten Professor aus Münster (man sieht färmlcih vor seinem inneren Auge Anthony Hopkins aus AMISTAD) für den Fall zu interessieren. Der weist den lokalen Behören zahlreiche Fehler nach. Es gelingt schließlich der Beweis, dass die Frau eines natürlichen Todes gestorben ist. Der Angeklagte wird freigesprochen. Aber er hat viel verloren: Sein Dönerstand ist in der Zeit, in der er in Haft saß, eingegangen, seine Freunde haben sich von ihm abgewandt - und seine Geliebte ist tot. Große Tragik, großes Kino.

DAS Stück würde ich mir als Tatort ansehen. 

Sonntag, März 31, 2013

7 Days to go

Mittwoch, März 13, 2013

25 Days


Samstag, März 09, 2013

Incredible!

Mittwoch, Dezember 26, 2012

Zwei Filme

TOMBOY: Nach einem weiteren Umzug gibt sich die burschikose 9jährige Laure bei ihren neuen Spielgefährten in der Nachbarschaft als Junge aus. Die Schwierigkeiten lassen nicht lange auf sich warten. Hervorragend gespielt (tolles Casting), dokumentarisch gefilmt. 84 Minuten kurz.



ANOTHER YEAR von Mike Leigh (HAPPY GO LUCKY): Ein Mittelklasse Ehepaar in London um die 60 Jahre geben die HErbergeltern für einige gestrandete Figuren. Bewegend. Lakonisch. Deprimierend. Toll.

Dienstag, Dezember 18, 2012

Bring it in, you b*"§?rd

Gesehen TED gesehen und für hervorragend befunden: 



Ted: Oh hey listen, try this, I told my weed guy to step it up and he gave me that. [Ted passes a bong to John]

 John: What is this? 

 Ted: It's called "Mind Rape", it's actually pretty mellow. 

 John: It doesn't sound very mellow. 

Ted: Well he only had three other batches: "Gorilla Panic", "They're coming! They're coming!" and something called "This Is Permanent"... Go on, spark it up!

Sonntag, Dezember 16, 2012

Take this Waltz











Samstag, Dezember 08, 2012

Bulb Fiktion

Der Dokumentarfilm Bulb Fiction nimmt das Verbot der Glühlampe zum Anlass, um Macht und Machenschaften der Industrie, sowie den Widerstand gegen die „Richtlinie zur Regulierung von Lichtprodukten in privaten Haushalten“ zu portraitieren. Es geht um die Macht der Industrie und ihrer Lobbys, die Verstrickung der Politik in diese Machtstrukturen, um Profit und Scheinheiligkeit, um bewusste Fehlinformation. 

2007 lässt Greenpeace vor dem Brandenburger Tor in Berlin mit einer Strassenwalze 10.000 Glühlampen zerstören. Mit Sparlampen wäre diese Aktion nicht möglich gewesen: Das Quecksilber, das in 10.000 Kompaktleuchtstofflampen enthalten ist, reicht aus, um 50 Millionen Liter Trinkwasser zu verseuchen – abgesehen von der akuten Gesundheitsgefährdung für Aktivisten und Zuschauer. 

Seit 1.9.2012 gibt es EU-weit keine einzige Glühlampe mehr zu kaufen. 

Hochvolthalogenlampen haben noch eine Schonfrist und sind dann ab Herbst 2016 verboten. 

Wie konnte es soweit kommen? Die Industrie braucht Umssätze, NGOs müssen ihren Spendern beweisen, dass sie ihre Anliegen durchsetzen können, die meisten Politiker schauen, woher der Wind weht, für sie gibt es sonst selten die Gelegenheit, sich als Klimaschützer feiern zu lassen, ohne sich mit der Industrie oder sonst einer mächtigen Lobby anzulegen. 

VITO, das belgische Institut, das im Auftrag der EU die Kompaktleuchtstofflampen evaluiert hat, hat den Quecksilbergehalt an einem Sample von 5 (fünf) Stück überprüft. Zu einer Stellungnahme war niemand von VITO bereit. VITO geht davon aus, dass 80% des Quecksilbers aus verbrauchten Sparlampen in die Umwelt gelangt. 

Wenn Europa erst einmal flächendeckend mit Kompaktleuchtstofflampen beleuchtet ist, werden täglich mindestens eine Million dieser kleinen Giftcontainer entsorgt werden müssen. Mit je 5mg multipliziert sind das jährlich 146 Tonnen Quecksilber, die sich flächendeckend in Europa verteilen. 


www.bulbfiction-derfilm.com