Samstag, Januar 11, 2014

Dienstag, Januar 07, 2014

Heavy

"Die Leute haben (mit Hilfe von Konventionen) alles nach dem Leichten hin gelöst und nach des Leichten leichtester Seite; es ist aber klar, daß wir uns an das Schwere halten müssen; alles Lebendige hält sich daran, alles in der Natur wächst und wehrt sich nach seiner Art und ist ein Eigenes aus sich heraus, versucht es um jeden Preis zu sein und gegen allen Widerstand. Wir wissen wenig, aber daß wir uns zu Schwerem halten müssen, ist eine Sicherheit, die uns nicht verlassen wird; (...) daß etwas schwer ist, muß uns ein Grund mehr sein, es zu tun."
Rainer-Maria Rilke, Brief 1904 an Frans Xaver Kappus

Montag, Januar 06, 2014

Mommy loves thee

"Now I need you to be careful and efficient. And remember, if I am harsh with you, it is only because you are doing it wrong." Monica

Samstag, Januar 04, 2014

Legless

Jenna: Marriage is like death. You settle into a routine, you lose all the spark.

Liz: I don't know, I always thought the whole point of being with someone for a long time is to get to the comfortable routine part.

Jenna: No. Relationship are like sharks, Liz. If you're not left with several bite marks after intercourse then something's wrong.

Liz: Well nothing's wrong with me and Carol. I mean, we haven't spoken in five days but that doesn't mean anything. Because we are not sharks. We're legless turtles rotting on the beach.

(30 Rock, Season 5, Episode 9)

Riker Management Tip


Donnerstag, Januar 02, 2014

"Für dich Arsch kostet es das Doppelte."

In der ZEIT findet sich ein liebevolles Portrait der Buchhandlung "Buch Handlung Welt", die in den frühen 80er Jahren in Hamburg eher als Café, Kunstprojekt, Ausstellungsraum und Ideen-Inkubator Furore machte.

Konsequent an den Gesetzen des Marktes vorbei bot der Laden nur Schwerstverdauliches von Poststrukturalismus über Fluxus, Dadaismus und Postmoderne. Neben "ordentlichen Büchern" auch jede Menge mit dem gerade populär werdendem Fotokopierer selbstvervielfältigtes.

"Und nicht zuletzt saßen und standen da die notorischen Gäste – Kunden wäre das definitiv falsche Wort –, die alles schon gelesen hatten, was man lesen musste, und die sich alle untereinander zu kennen schienen und jeden Nichteingeweihten mit offensiver Nichtbeachtung straften. (...) Doch wer sollte das alles kaufen? Wer sich in der Buch Handlung Welt eindeckte, stand oft selbst am nächsten Tag am Kopierer und fertigte irgendetwas, das dann in der Buch Handlung Welt angeboten wurde. Es war, als würden sich dreihundert Friseure treffen, um sich gegenseitig die Haare zu schneiden."

Der ganze, wunderbare Artikel von Frank Keil in der ZEIT.

Mittwoch, Januar 01, 2014

Frohes neues Jahr

Dienstag, Dezember 31, 2013

Neujahrslied

Mit der Freude zieht der Schmerz 
traulich durch die Zeiten. 
Schwere Stürme, milde Weste, 
bange Sorgen, frohe Feste 
wandeln sich zur Seiten. 

Und wo eine Träne fällt, blüht auch eine Rose. 
Schon gemischt, noch eh wir's bitten, 
ist für Throne und für Hütten 
Schmerz und Lust im Lose. 

War's nicht so im alten Jahr? 
Wird's im neuen enden? 
Sonnen wallen auf und nieder, 
Wolken gehn und kommen wieder 
und kein Mensch wird's wenden. 

Gebe denn, der über uns 
wägt mit rechter Waage, 
jedem Sinn für seine Freuden, 
jedem Mut für seine Leiden 
in die neuen Tage, 

jedem auf dem Lebenspfad 
einen Freund zur Seite, 
ein zufriedenes Gemüte 
und zu stiller Herzensgüte 
Hoffnung ins Geleite.

Johann Peter Hebel

Montag, Dezember 30, 2013

Geduld

"Lassen Sie Ihren Urteilen die eigene stille, ungestörte Entwicklung, die, wie jeder Fortschritt, tief aus innen kommen muß und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann. Alles ist austragen und dann gebären. Jeden Eindruck und jeden Keim eines Gefühls ganz in sich, im Dunkel, im Unsagbaren, Unbewußten, dem eigenen Verstande Unerreichbaren sich vollenden lassen und mit tiefer Demut und Geduld die Stunde der Niederkunft einer neuen Klarheit abwarten: das allein heißt künstlerisch leben: im Verstehen wie im Schaffen.Da gibt es kein Messen mit der Zeit, da gilt kein Jahr, und zehn Jahre sind nichts, Künstler sein heißt: nicht rechnen und zählen; reifen wie der Baum, der seine Säfte nicht drängt und getrost in den Stürmen des Frühlings steht ohne die Angst, daß dahinter kein Sommer kommen könnte. Er kommt doch. Aber er kommt nur zu den Geduldigen, die da sind, als ob die Ewigkeit vor ihnen läge, so sorglos still und weit. Ich lerne es täglich, lerne es unter Schmerzen, denen ich dankbar bin: Geduld ist alles!"
Rainer-Maria Rilke an Franz Xaver Kappus  

Clint