Donnerstag, Februar 05, 2015

Dienstag, Februar 03, 2015

Disktinktion

"Die Gin-Auskenner sind ein typisches Symptom unserer Zeit, weil sie zeigen, dass guter Geschmack das letztgültige Statussymbol ist. (...) Das Gin-Trinken ist zur Wissenschaft geworden. Wobei ich da vielleicht Wissenschaftlern Unrecht tue. Die prahlen seltener mit ihrem Wissen." schreibt Jan Stremmel im JETZT Magazin der SZ.
"Die Gin-Auskenner sind eigentlich ganz normale Menschen. Ich weiß das, weil viele meiner Freunde seit kurzem Gin-Auskenner sind. Sie studieren Medizin oder arbeiten als Junior-Architekten, da sind sie noch ganz verschieden. Aber in ihren Wohnzimmern steht, oft auf einer hüfthohen Holzanrichte, der immer gleiche kleine Wald aus Flaschen. Ein Wald aus Gin. In den greifen die Auskenner abends rein, wenn Freunde da sind. Nach ein paar Sekunden, die aussehen wie eine reifliche Überlegung, ziehen sie eine Flasche heraus. Und dann erzählen sie.Mit der Gurke fing es an. Heute legt man Fruchtzesten-Teebeutel in den Gin Tonic.Von London Gin, Dry Gin, Old Tom Gin, Sloe Gin und Genever. Und zwar so, als seien das keine farblosen Spirituosen, sondern indogermanische Stämme, die sie seit langem studieren."
Siehe dazu auch den Beitrag über "Die Besserbürger" im ZEIT-Magazin. (Ist das eigentlich Meta-Auskennerei, sich in Auskenner-Artikeln auszukennen?)

Al(l)a(h)af

Gerade noch rechtzeitig: Die Karnevalshits der aktuellen Session von den Jecken der TITANIC:

Meine Oma malt im Hühnerstall Mohammed
Charlie, Charlie Lady
Mer lasse d'r Dom en Kölle explodiere
Davon geht das Abendland nicht unter
1000 und 1 gemalt (Boom!)
Hier fliegen gleich die Löcher aus den Jecken
Klingelingeling, hier kommt der Auamann
Don't go west
Lebt denn dr alte Holzschnitt-Karikaturist noch..?
Kopflos durch die Nacht
Fatwa Morgana

Samstag, Januar 24, 2015

Anti Pioneer

Montag, Januar 19, 2015

Der Schwebende


Agrippabad

Freitag, Januar 09, 2015

Silence


Da Cover der Januar-Ausgabe des NEW YORKER. Beiträge des Magazins zum Attentat in Paris sind hier zu finden.

Sapere aude

"Im Zusammenhang mit religionskritischer Satire hört man immer wieder den unsinnigen Vorwurf: "Aber damit verletzt ihr doch die religiösen Gefühle anderer."
Ich frage mich: Was soll denn das sein, ein "religiöses Gefühl"? Ist es weniger wert als das Gefühl, von religiösen Fanatikern bevormundet, belogen, verletzt und für dumm verkauft zu werden? Ist das Gefühl eines aufgeklärten Geistes weniger Wert als das Gefühl eines religiösen Einfaltspinsels?
Es ist aufklärerische Menschenpflicht, jede Religion immer und überall zu kritisieren."
Oliver Maria Schmitt 

Sachinformation


Humor ist, wenn man trotzdem lacht

"das dürfte der Grund sein, weswegen Fanatiker, speziell religiöse, Komik verachten. Sie vertreten eine todernste, einzige ewige Wahrheit, und der Witz (...) bedroht diese Wahrheit.
Religion (und so manch andere Weltanschauung) ist Wahnsinn im Kleide der Rationalität, Satire und Komik Rationalität im Kleide des Wahnsinns. Das eine muss das andere missverstehen.
Deshalb werden Vertreter des heiligen Ernstes der Komik stets mit Zorn begegnen. Und es ist ihr gutes Recht. Solange sie dies mit denselben Waffen wie Satiriker tun: mit Wort und Bild. Und nicht mit Maschinenpistolen."